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April 2015

Focus Stacking: Pure Schärfe für Bilder

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Das Focus Stacking, also das Stapeln des Fokus, ist ein sehr nützliches Werkzeug, um das Schärfefeld eines Bildes zu erweitern. In der Produktfotografie wird Focus Stacking sehr gern eingesetzt, besonders oft im Bereich Schmuck und Uhren. Durch diese Technik kommen feine Details, bspw. bei edlen Colliers, noch besser zur Geltung. So nützlich wie das Focus Stacking ist, so kompliziert ist es auch.

Doch wie funktioniert das? Zunächst klingt es einfach: Man legt einfach mehrere Bilder mit unterschiedlichem Fokus übereinander. Doch die Umsetzung ist deutlich herausfordernder.

Zunächst werden vom selben Objekt Aufnahmen mit unterschiedlichen Schärfeeinstellungen vorgenommen. Mindestens zwei sollten es sein, dutzende können es werden. Dabei sollte sich das Objekt nicht bewegen. Dann werden diese Bilder ausgerichtet, sodass sie pixelgenau übereinander passen. Dies ist auch nötig, wenn ein Stativ benutzt wird, da das Verändern des Fokusse immer zu Veränderungen der Passgenauigkeit führt. Aus den einzelnen Aufnahmen wird ein Gesamtbild erstellt, in dem nur die scharfe Abschnitte der Einzelbilder berücksichtigt werden. So bekommt man ein durch und durch scharfes Bild.

Foto: fotolia/shutterstock

Produktfotos mit Hollow Man Technik aufwerten

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Stellen Sie sich vor, Sie möchten sich eine neue Jacke kaufen. Da Sie im digitalen Zeitalter längst angekommen sind, erledigen Sie dies natürlich bei einem Online-Händler. Sie vergleichen dasselbe Produkt bei mehreren Händlern und sehen neben dem Preis noch einen anderen Unterschied. Händler A hat die Jacke auf den Boden platziert und von schräg oben fotografiert. Bei Händler B steht die Jacke. Sie sieht so aus, als würde sie von einem Geist getragen.

Händler B hat verstanden, worauf es bei der Produktfotografie ankommt. Ein Produkt soll nicht nur sichtbar gemacht werden, sondern möglichst greifbar, fühlbar, erfahrbar. Händler B nutzt die Hollow Man Technik und erzeugt damit einen dreidimensionalen Effekt.

Sie sehen bei Händler B, wie die Jacke an ihrem Körper aussehen würde. Wie sie fällt, wie die Kapuze liegt, wie lang sie ist. Händler B regt ihre Fantasie an. Sie wissen beim betrachten seines Produktfotos förmlich, wie es ist, diese Jacke zu tragen,

Wie funktioniert Hollow Man? Erklärt ist es einfach, die Umsetzung allerdings eine zeitaufwendige Herausforderung. Zur Erklärung: Von der Jacke werden zwei Produktfotos aufgenommen. Zunächst wird die Jacke auf eine Modepuppe gezogen und fotografiert. In einem zweiten Schritt werden die Abschnitte fotografiert, die von der Puppe verdeckt worden sind. Denn die Puppe wird hinterher nicht mehr zu sehen sein. Sie ist ein Geist, ein Hollow Man. Die beiden Fotos werden mit einer Bildbearbeitungssoftware zu einem Bild zusammengesetzt.

Natürlich ist es jedem Online-Händler freigestellt, sich selbst an der Kamera zu probieren. Wir raten aber auch dazu, den Aufwand zu hinterfragen und ins Verhältnis zu den Dingen zu setzen, die Sie während der Fotoarbeiten nicht erledigen können. Die Beauftragung eines externen Dienstleisters spart letztlich Zeit, Nerven und Geld.

Foto: fotolia/shutterstock