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Dezember 2015

Weiße Produkte vor weißem Hintergrund fotografieren

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Eine besondere Herausforderung stellt das Fotografieren von weißen Produkten mit einem weißen Hintergrund dar. Viele Produktfotografen möchten in dieser Form Artikel für einen Onlineshop fotografieren. Viele denken dabei, dass es mit einem Lichtzelt oder einem Aufnahmetisch mit einer Hohlkehle sehr einfach ist. Wer die ersten Versuche startet, wird eines Besseren belehrt. Viele Objekte wirken viel zu flach und auch die Beleuchtung in Form eines Streulichtes ist kaum zu kontrollieren. In den allermeisten Fällen erscheint der Hintergrund nicht strahlend weiß, sondern eher gräulich schmutzig. Abhilfe schafft hier nur ein gutes Bildbearbeitungsprogramm, bei dem der Hintergrund durch Freistellung ersetzt wird. In diesem Zusammenhang kann der Freistellservice auf www.freistellen.de weiterhelfen. Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten.

Ohne Freistellung weiße Produkte vor weißem Hintergrund fotografieren

Ein schneeweißer Hintergrund besitzt den RGB-Wert 255. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass vom Hintergrund sehr viel Licht zurückgeworfen wird und das zu fotografieren der Objekt nicht besonders gut hervorsticht und an Form verliert. Es muss eine Möglichkeit bestehen, den Hintergrund vom Objekt zu trennen und einen genügenden Abstand einzuhalten, damit das Licht vom Hintergrund nicht mehr auf das Objekt zurückgeworfen werden kann.

Zunächst wird ein Aufnahmetisch mit einer weißen Hohlkehle benötigt, auf der das entsprechend weiße Objekt platziert wird. Links und rechts werden weiße Diffusoren platziert. Stattdessen kann aber auch ein so genannter Lichtwürfel genutzt werden. Der Lichtwürfel bzw. das Lichtzelt sollte entsprechend groß sein, damit ein genügend großer Abstand zum Objekt eingehalten werden kann. Da die zu fotografierenden Objekte vor einem weißen Hintergrund abgebildet werden, sollten in dessen Nähe links und rechts dunkle Farbkarten aufgebaut werden. Hierfür reicht es aus, schwarzen Karton zu benutzen. Dieser kann parallel zum Objekt an den Seiten des Lichtzeltes oder der Diffusoren befestigt werden. Indem der Artikel von allen Seiten ausgeleuchtet wird, werden vom schwarzen Karton die Kanten ein gespiegelt, so dass sich hierdurch ein guter Kontrast ergibt.

Noch bessere Ergebnisse können erzielt werden, indem die weiße Auflage des Aufnahmetisches aus einem Milchglas besteht und von unten angestrahlt wird. Auf diese Weise erreicht das Produkt eine gute dreidimensionale Wirkung. Nicht immer sind die Ergebnisse sofort perfekt, so dass letztlich nicht auf eine nachträgliche Bildbearbeitung verzichtet werden kann.

Mit dem Blitzlicht den weißen Hintergrund anblitzen

Verständlicherweise muss ein entsprechender Kontrast zwischen dem weißen Hintergrund und dem weißen Objekt stattfinden. Dies kann auch mit einem zusätzlichen Blitzlichtgerät geschehen. Der Blitz lässt den Hintergrund nach dem Auslösen strahlend weiß erscheinen. Dabei wird ein helleres Weiß erzeugt, welches vom weißen Objekt etwas absticht. Idealerweise sollte der Blitz daher von unten oder von oben, nicht das Objekt, sondern nur die weiße Rückwand anblitzen. Mit etwas Übung gelingen auf diese Weise diese schwierigen Fotoaufnahmen.

Foto: fotolia/shutterstock

Auf die richtige Beleuchtung kommt es an

Beleuchtung Produktfotografie Tasche

Für eindrucksvolle Fotos ist es nicht nur wichtig, die eigene Kamera richtig zu beherrschen, sondern auch für eine perfekte Belichtung zu sorgen. In den meisten Fällen reicht ein herkömmliches Blitzlicht nicht aus. Bei der Beleuchtung werden daher häufig viele Fehler gemacht. Auch wenn beispielsweise ein leistungsstarker Blitz verwendet wird, können die Farben unnatürlich gelb oder bläulich aussehen bzw. ein ausgeprägter Schattenwurf störend wirken. Andererseits kann es vorkommen, dass das zu fotografierende Produkt oder Model nicht vollständig ausgeleuchtet ist.

Gleich vorweg: Der integrierte Blitz einer Kamera ist eine der schlechtesten Lösungen für eine professionelle Beleuchtung. Hier gibt es wesentlich bessere Lösungen.

Direktes Licht vermeiden

Viele Hobbyfotografen verzichten auf die Anschaffung spezieller Fotolampen und Strahler. Stattdessen werden für die Produktfotografie zum Beispiel Decken-, Schreibtisch- und Taschenlampen verwendet. Hier ist dann von einer direkten Beleuchtung die Rede.

Häufig werden zwei Lichtquellen gleichzeitig genutzt, so dass ein Produkt von beiden Seiten ausgeleuchtet wird. Problematisch ist jedoch, dass hierbei sehr harte und dunkle Schatten entstehen, die auch mit einem Bildbearbeitungsprogramm nur schwer entfernt werden können.

Mischlicht ist nur bedingt zu gebrauchen

Eine gute Lösung ist es, wenn ein Produkt von allen Seiten gut ausgeleuchtet wird. In vielen Fällen werden hierzu verschiedene Lampen zusammengestellt. Auch wenn die Produkte damit hell ausgeleuchtet werden, haben unterschiedliche Lichtquellen aufgrund der Leuchtmittel verschiedene Farbtemperaturen. Diese werden auf dem späteren Foto sichtbar. Eine Glühbirne gibt in aller Regel ein weicheres Licht, als eine LED oder Halogenbirne. Ein interessanter Nebeneffekt ist, dass durch eine unterschiedliche Beleuchtung ein mehrfarbiger Schattenwurf entsteht.

Indirektes Licht bietet optimale Voraussetzungen

Für professionelle Aufnahmen kann eine indirekte Beleuchtung nur empfohlen werden. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn das Licht durch eine Fotobox geleitet wird. Ebenfalls sind Reflektoren ein gutes Hilfsmittel für eine perfekte Belichtung. Hiermit wird der Schattenwurf stark verringert. Das zu fotografierende Objekt wird mit einem weichen Licht vollständig ausgeleuchtet. Falls die Lichtquellen nicht allzu stark sind, sollte die Belichtungszeit entsprechend verlängert werden. Bei Einsatz eines Stativs stellt dies kein Problem dar.

Ein kleiner Tipp am Rande: Die beste Beleuchtung erhält der Fotograf bei Aufnahmen mit natürlichem Tageslicht.

Schatten vermeiden

Wie bereits zuvor dargelegt, spielt nicht nur das Licht eine wichtige Rolle, sondern es kommt auch darauf an, wie viele Lichtquellen verwendet werden. Eine einzige Lampe sorgt auf jeden Fall für einen Schlagschatten. Auch bei zwei Lichtquellen ist häufig noch ein Schatten zu erkennen. Aus diesem Grund nutzen viele Fotografen nicht nur Lichtboxen, sondern auch mehrere Beleuchtungsquellen, um ein Objekt von allen Seiten ausleuchten zu können. Nach Möglichkeit sollten die einzelnen Lichtquellen versuchsweise aus unterschiedlichen Winkeln das Produkt bestrahlen, um die beste Wirkung zu erreichen. Wichtig ist, dass eine Beleuchtung nicht allzu nahe auf das Objekt gerichtet wird, da der Schatten dadurch umso stärker ausfällt.

Gerade Einsteigern in dieser Fotomaterie wird angeraten, mit verschiedenen Lichtquellen, unterschiedlichen Abständen und Winkeln ein Fotoobjekt auszuleuchten und auf diese Weise die ersten Erfahrungen zu sammeln.

Diejenigen, die mit ihrem Ergebnis immer noch nicht ganz zufrieden sind, können Ihre Fotos auch bei einem Freistellservice, wie zum Beispiel www.freistellen.de, einreichen. Hierbei wird das Objekt komplett vom Hintergrund freigestellt und von störenden Schatten befreit.

Foto: fotolia/shutterstock