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Juli 2016

Schwarze Objekte vor schwarzem Hintergrund fotografieren

Objekte vor schwarzem Hintergrund

In manchen Fällen müssen schwarze Objekte für ein Produktfoto vor einem schwarzen Hintergrund fotografiert werden. Besonders anspruchsvoll wird eine solche Fotografie, wenn das Motiv noch mit hochglänzendem Klavierlack versehen ist. Vor einem schwarzen Hintergrund darf das Motiv auf keinen Fall vollständig verschwinden. Die Konturen sollten erkennbar bleiben und sich vom Hintergrund abheben. Sehr beliebt sind technische Geräte mit schwarzer Klavierlackoberfläche, die recht edel vor einem dunklen bzw. schwarzen Hintergrund abgelichtet werden.

Die Vorbereitung

Zunächst wird das Objekt in ausreichender Höhe platziert. Hier kommt es immer darauf an, was eigentlich fotografiert werden soll. Wichtig bei glänzenden Klavierlackoberflächen ist, dass durch eine spätere Ausleuchtung jeder Fingerabdruck sofort sichtbar wird. Aus diesem Grund sind leichte Baumwoll-Handschuhe und ein Lappen für die Ausrichtung des Motivs wichtig.

Die Kamera sollte sich nach Möglichkeit auf einem Stativ befinden und bestenfalls mit einem Fernauslöser bedient werden. Wer eine digitale Spiegelreflexkamera oder eine Systemkamera verwendet, ist mit einer Brennweite von rund 100 mm eines leichten Teleobjektivs gut beraten. Zwar könnte auch ein Weitwinkel benutzt werden, wobei jedoch dann die Gefahr bestünde, dass es zu perspektivischen Verzerrungen kommt.

Recht hilfreich sind noch zusätzliche Studioleuchten, die so angeordnet sind, dass die glänzenden Oberflächen des Motivs sich spiegeln und später die Konturen besonders scharf abbilden. Für eine bessere Lichtstreuung sollten die Leuchten mit einer Softbox ausgestattet sein.

Die Aufnahme

Die Beleuchtung mit Softboxen wird auf die Oberfläche des Motivs ausgerichtet und eingeschaltet. Tests haben ergeben, dass mit dieser Beleuchtung eine Belichtungszeit von 200stel Sekunden und eine Blende von F11 die besten Voraussetzungen in Bezug auf Ausleuchtung und Schärfentiefe gewährleistet werden.

Um auch die übrigen Seiten des schwarzen Objekts vor einem schwarzen Hintergrund kenntlich zu machen, benötigen wir weitere Lichtquellen. Hier ist dann auch von einem sogenannten Striplight für Konturen die Rede. Je nach Art des Motivs werden insgesamt drei oder vier Lichtquellen benötigt, um jede glänzende Seite separat zu beleuchten. Dadurch werden die Flächen leicht aufgehellt, obwohl sie pechschwarz sind. Das Licht spiegelt sich in den hochglänzenden Oberflächen und verändert dadurch die Lichtintensität des Schwarzanteils.

Generell empfiehlt es sich, mehrere Aufnahmen zur Probe zu erstellen.

Nachbearbeitung

Nicht immer ist das Ergebnis zufriedenstellend. So kann es durchaus erforderlich sein, bestimmte Bildbereiche mit einer Bildbearbeitung nachzuarbeiten. Aber auch das Freistellen des Motivs ist bei einem schwarzen Hintergrund möglich. Hilfreich ist in diesem Fall immer die o.g. Ausleuchtung der Seitenflächen, so dass sich letztlich genaue Konturen ergeben. Wer hochwertige Produktfotos erstellen muss und sich mit den Bearbeitungsschritten einer Bildbearbeitungssoftware nicht so gut auskennt, der kann problemlos auch auf einen sogenannten Freistellservice, wie zum Beispiel 3W FREISTELLEN zurückgreifen. Dort werden alle Aufnahmen noch einmal aufbereitet und für den möglichen Online- oder Katalogverkauf optimiert.

Foto: fotolia

Häufige Fehler in der Produktfotografie

Modelshooting Fehler Produktfotografie

Das Internet bietet heute mitunter die besten Verkaufschancen. Damit sich die potenziellen Kunden aber auch angesprochen fühlen, dürfen perfekte Produktfotos nicht fehlen. Schlechte Fotos, die unterbelichtet oder unscharf sind, schaden einem Onlineshop jedoch. Einige Fehler können schon direkt bei der Aufnahme vermieden werden.

Eine fehlerhafte Kameraeinstellung

Selbstverständlich sollte ein Produktfoto alle Details zeigen, die für einen Kunden von Interesse sind. Um sicherzustellen, dass das Foto auch in Bezug auf die richtige Farbeinstellung, Helligkeit und Schärfe gespeichert wird, sollte die verwendete Kamera idealerweise im manuellen Modus betrieben werden. Nur so können alle erweiterten Funktionen und Feineinstellungen korrigiert und angepasst werden.

Besonders wichtig ist ein richtiger Weißabgleich, da hiermit die Farben lebensechter wirken. Beim Weißabgleich wird letztlich auch der Farbton verändert, der ein Bild kälter oder wärmer erscheinen lässt.

Das Foto sollte im bekannten RAW-Format abgespeichert werden. In diesen relativ großen Bilddateien sind alle wichtigen Details enthalten, so dass daraus später auch alle anderen Bildformate konvertiert werden können.

Fehler bei der Bildkomposition

Ein zu unruhiger Hintergrund lenkt schnell vom eigentlichen Motiv ab. Insbesondere bei größeren Objekten können diese nicht in einem Lichtzelt oder auf einer Hohlkehle mit optimaler Beleuchtung fotografiert werden. Zwar kann die Kamera so eingestellt werden, dass eine verschwommene Tiefenschärfe gewährleistet wird, jedoch wirkt auch hier der Hintergrund bunt und unruhig.

Nach Möglichkeit sollte ein einheitlich eingefärbter Hintergrund für größere Objekte gewählt werden. In einem Studio kann dies mit einer Fotoleinwand erfolgen. Im Freien sieht dies schon wieder anders aus. Notfalls hilft hier eine einfarbige Hauswand. Vorteilhaft beim Fotografieren im Freien ist natürlich die Ausleuchtung des Motivs. Tageslicht ist weitaus besser als künstliches Studiolicht. Dennoch ist in den meisten Fällen ein Bildbearbeitungsprogramm vonnöten, mit dem der Hintergrund besser vom Motiv gelöst und ggf. gegen einen neutralen Hintergrund ausgetauscht werden kann. Nicht jedem Fotografen liegen diese Arbeiten mit einer solchen Bildbearbeitungssoftware.

Schwierigkeiten bereiten auch die verschiedenen Web-Standards, die bestimmte Online-Shops für die Produkt-Bildgrößen fordern. Unterschiedliche Produkte in verschiedenen Aufnahmepositionen müssen hinterher auf eine Größe gebracht werden. Ziel ist immer eine saubere Produktansicht in einer perfekten Größe und richtigen Ausrichtung.

Viele Fotografen versuchen mit einem Bildbearbeitungsprogramm ihre Fotos zu beschneiden, um diese auf die richtige Größe zu bringen. In nur seltenen Fällen wird hierbei ein brauchbares Ergebnis erzielt. Besonders schwierig wird es, Hochformat- und Querformat-Fotos sowie quadratische Fotos miteinander zu kombinieren. Ohne weitere Bildbearbeitung würden diese Bilder auf einer Webseite für viel Verwirrung sorgen.

Wer häufig für Onlineshops diese Art von Produktfotos erstellen muss, sollte sich die Arbeit ein wenig erleichtern. Wer viel Zeit vor dem Rechner verbringt, kann diese nicht kreativ für seine Aufnahmen einsetzen. Aus diesem Grund haben sich Foto-Dienstleister darauf spezialisiert, den Fotografen die immer wiederkehrenden Arbeiten bei der Bildbearbeitung abzunehmen. Auch freistellen.de gehört hierzu. So müssen lediglich die erstellten Fotografien als Datei übermittelt werden. Freistellungen und Größenzuschnitte können auf diese Weise professionell bewerkstelligt werden. Vorteil hierbei ist, dass wirklich alle Produktbilder ein einheitliches Erscheinungsbild aufweisen.