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März 2019

Professionelle Produktfotografie – Deine ultimative Checkliste

Einfache Schnappschüsse reichen natürlich nicht aus, um Artikel so zu präsentieren, dass sie Interessenten überzeugen. Jeder, der nach einem bestimmten Artikel sucht, entscheidet laut Statistik mehr nach dem Aussehen als aufgrund der Beschreibung. Produkte mit besonders hochwertigen Ausstattungen oder exklusiven Merkmalen können nicht überzeugen, wenn sie nicht auch in professioneller Weise dargestellt werden. Deshalb gewinnt die professionelle Produktfotografie zunehmend an Bedeutung.

Fast alle Interessenten suchen nach den gewünschten Artikeln im Internet. Bei der Suche werden dann auch unterschiedliche Angebote angezeigt. Wird ein Artikel jedoch nur lieblos fotografiert dargestellt, suchen die Interessenten lieber einen anderen Anbieter. Deshalb kommt es darauf an, dass Du Deine Artikel in überzeugender Weise präsentierst. Aufgrund des riesigen Angebots zahlreicher Anbieter ist die Präsentation der Artikel so wichtig wie nie zuvor. Wie Du Deine Artikel professionell fotografierst und was Du alles beachten solltest, erfährst Du in der nachfolgenden Checkliste.

Was wird genau unter der professionellen Produktfotografie verstanden?

Bei der professionellen Produktfotografie handelt es sich um eine Fotografierichtung, die im Grunde genommen zur Werbefotografie gehört. Die fotografierten Artikel sollen mit einer verkaufsfördernden Darstellung perfekt in Szene gesetzt werden. Die professionelle Produktfotografie lässt sich in folgende Einzelbereiche aufteilen:

Es gibt aber auch noch viele weitere Formen der Produktfotografie im professionellen Bereich. Dir wird sicherlich schon aufgefallen sein, dass insbesondere bei den großen Onlineanbietern die Produktfotos nach dem gleichen Muster entstanden sind. In ähnlicher Form solltest Du die von Dir angebotenen Produkte in Deinem Shop einstellen. Dadurch wird ein sehr großer Wiedererkennungswert erzielt. Für viele Interessenten ist es wichtig, dass sie ein Produktfoto gleich einem Anbieter zuordnen können.

  • Sie lenken die Aufmerksamkeit auf Deine Produkte
  • Der Fokus liegt auf die besonderen Produktmerkmale
  • Dein Image wird aufgewertet und wirkt sehr viel professioneller
  • Die Verkaufszahlen erhöhen sich

Es kann also festgehalten werden, dass professionell angefertigte Produktfotos ein wichtiges Marketinginstrument sind. Interessenten werden immer zuerst durch ein Artikelfoto auf ein Produkt aufmerksam. Erst danach lesen sie sich die Beschreibung durch und vergleichen eventuell technische Daten. Für die dann zu treffende Kaufentscheidung sind die Fotos in der Regel aber meistens ausschlaggebend.

Vorbereitungen zur Produktfotografie treffen

Um es gleich vorweg zu nehmen. Es bringt überhaupt nichts, hunderte von Fotos von einem Artikel zu machen und dann das beste Bild herauszusuchen. Deutlich sinnvoller ist es, sich im Voraus ein paar Gedanken über das jeweilige Produkt zu machen. Das kostet zwar alles ein bisschen Zeit und auch einige Überlegungen, aber dieser Aufwand lohnt sich auf jeden Fall. Deshalb kann auch in diesem Bereich eine kleine Checkliste hilfreich sein. Folgende Fragen sollten zunächst beantwortet werden:

Welchen Style vertritt Dein Shop?

Ein sehr wichtiges Kriterium ist, wie Dein Shop aufgebaut und gestaltet ist. Bietest Du beispielsweise Antiquitäten an, dann kann als Hintergrund eventuell eine alte Vitrine sinnvoll sein. Bietest Du jedoch Artikel an, die gerade aktuell sind, sollten diese natürlich auch in modernen Formen und Farben präsentiert werden. Vermarktest Du beispielsweise die neuesten Smartphones, wirken die oben beschriebenen alten Vitrinen nicht verkaufsfördernd. Doch nicht nur die Hintergründe der Artikelfotos sollten geeignet sein, sondern auch die Darstellung der Artikel. Diese sollten immer zum jeweiligen Shopdesign passen.

Wie macht es die Konkurrenz?

Ein Blick auf die Konkurrenz lohnt sich für jeden Betreiber eines Shops. Du kannst Dir ansehen, wie Deine Konkurrenten ihre Produkte in Szene setzen. Auf keinen Fall solltest Du es aber genauso machen. Du solltest Dir lieber überlegen, wie Du es besser machen könntest. Übernimmst Du einfach die Vorgehensweise der Produktfotografie Deiner Konkurrenten, besteht die Gefahr, dass Du später mit den Mitbewerbern von den Kunden verwechselt wirst. Zudem könnten Deine Kunden auch den Eindruck bekommen, dass Dein Shop unmittelbar mit dem Shop der Konkurrenz zusammenhängt. Das wäre für Dich fatal, weil die Kunden keine Unterschiede mehr erkennen.

Wie soll ein Produktfoto wirken?

Ein gutes Produktfoto muss natürlich eine positive Wirkung auf den Interessenten haben. Der Betrachter braucht einen gewissen Wow-Effekt. Erst dann wird er neugierig und sieht sich die Produkteigenschaften näher an. Je nachdem, um welche Art von Produkt es sich handelt, kann es strahlend, dezent oder in anderer Form in Szene gesetzt werden. In diesem Bereich kann der professionelle Produktfotograf mit verschiedenen Kamera- und Belichtungseinstellungen arbeiten. Um das richtig hinzubekommen, ist sehr viel Erfahrung erforderlich. Dazu ist unbedingt Geduld nötig. Du wirst es kaum für möglich halten, welche Wirkung ein professionelles Produktfoto erzielen kann.

Wer ist Deine Zielgruppe?

Eine große Rolle spielt auch die Zielgruppe. Diese solltest Du unbedingt kennen und Dich in sie hineinversetzen. Jede Zielgruppe stellt andere Ansprüche an die Darstellung der Produkte. Im Bereich der Zielgruppen spielt nicht nur, wie oftmals vermutet, das Alter eine Rolle. Viel entscheidender sind die Interessen. Beispielsweise gibt es technisch interessierte Menschen in jeder Altersstufe. Das Gleiche gilt auch für Menschen, die bestimmte Ernährungsprodukte bevorzugen. Die Zielgruppe richtet sich daher immer nach den im Shop angebotenen Produkten.

Ist die erforderliche Ausrüstung vorhanden?

Wenn Du schon eine genaue Vorstellung davon hast, wie Deine Produkte fotografiert werden sollen, brauchst Du natürlich auch das erforderliche Equipment und sehr viel Zeit. Um professionelle Produktfotos zu erstellen, reicht eine Handykamera nicht aus. Auch dann, wenn ein Smartphone mit einer besonders hochwertigen Kamera ausgestattet ist, reichen die Möglichkeiten für professionelle Aufnahmen meistens nicht aus.

Folgende Ausrüstungsgegenstände solltest Du zur Verfügung haben

Um professionelle Aufnahmen zu erstellen, ist eine gute technische Ausrüstung unabdingbar. Hier ist eine Übersicht über die Komponenten, die als Mindestvoraussetzungen dienen:

  • Eine hochwertige digitale Spiegelreflexkamera
  • Einen stabilen Arbeitstisch
  • Möglichkeit, eine natürliche Beleuchtung zu nutzen
  • Künstliche Beleuchtung mit Lampen und Leuchtkasten
  • Verschiedene flexibel nutzbare Hintergründe
  • Unterschiedliche Kameraobjektive
  • Stative in unterschiedlichen Ausführungen

Die Vorzüge einer hochwertigen Kamera brauchen an dieser Stelle sicherlich nicht noch näher beschrieben werden. Du solltest Dich aber auf jeden Fall mit der Bedienung vertraut machen. Je hochwertiger eine Kamera ist, desto mehr Funktionen bietet sie auch. Daher ist es wichtig, dass Du sämtliche Funktionen kennst und genau weißt, wann sie angewendet werden müssen.

Ein stabiler Arbeitstisch ist deshalb wichtig, damit sich Produkte darauf nicht durch Erschütterungen oder ähnliche Probleme unbeabsichtigt bewegen. Besonders vorteilhaft erweist es sich, wenn der Tisch in der Mitte des Raums steht. Dann kann er von allen Seiten genutzt werden.

Einige Produkte wirken am besten, wenn sie beim natürlichen Tageslicht aufgenommen werden. Deshalb sollte nach Möglichkeit ein Fenster im Raum vorhanden sein. Die Vorteile vom Tageslicht sind Schatten und auch dass bei einigen Produkten die Farben sehr viel besser zur Geltung kommen als durch eine künstliche Lichtquelle.

Leicht aufstellbare Hintergründe sind ebenfalls erforderlich. Insbesondere dann, wenn kleinere Gegenstände, wie beispielsweise Schmuck fotografiert werden, sollte die Gestaltung des Hintergrunds nicht von dem eigentlichen Artikel ablenken. Deshalb ist es auch in diesem Bereich wichtig, herauszufinden, mit welcher Art von Hintergrund sich der jeweilige Artikel am besten in Szene setzen lassen kann.

Unterschiedliche Kameraobjektive sind aus dem Grund erforderlich, weil mitunter auch im Makrobereich Aufnahmen entstehen. Einige Produkte sollten jedoch lieber aus einer Distanz aufgenommen werden. Dazu werden dann wiederum völlig andere Objektive benötigt als für Nahaufnahmen.

Stative sind enorm wichtig. Damit ist nicht nur das einfach konstruierte Dreibeinstativ gemeint. Bei einem guten Stativ sollte sich die Kamera nicht nur in der Höhe verstellen lassen. Auch der Neigungswinkel ist für einige Aufnahmen von Bedeutung. Zudem gibt es auch Stative, in denen die Kamera exakt senkrecht über der Tischplatte fixiert werden kann. Damit lassen sich dann senkrechte Draufsichten auf die jeweiligen Objekte realisieren.

So wird die professionelle Produktfotografie durchgeführt

Nachdem die erforderliche Ausrüstung bereitgestellt ist, kann mit den eigentlichen Aufnahmen begonnen werden. Dazu ist es erforderlich, den jeweiligen Artikel exakt zu positionieren. In fast allen Fällen sind spezielle Hilfsmittel erforderlich, um ein Produkt so aufzustellen, dass es hinterher auf dem Foto ansprechend wirkt. Zum Aufstellen sind mitunter kleinere Halterungen, Drähte, Klebestreifen oder andere Dinge erforderlich. Entscheidend ist, dass diese Hilfsmittel auf dem Foto nicht sichtbar sind.

Dann muss für eine optimale Belichtung gesorgt werden. Das ist nicht immer ganz einfach. Auf keinen Fall sollten Produktfotos mit Blitz aufgenommen werden. Bei der Belichtung besteht immer die größte Schwierigkeit darin, dass viele Artikel das Licht reflektieren. Wird beispielsweise eine Armbanduhr mit einer Fotolampe angestrahlt, sind hinterher auf dem Foto Reflexionen zu sehen, durch die das Foto unbrauchbar wird. Daher ist schon etwas Erfahrung nötig, um die Beleuchtung zu optimieren.

Mit der Kamera sollte der Artikel dann mit höchster Präzision anvisiert werden. Der Artikel, der fotografiert werden soll, ist auf dem Display der Kamera deutlich zu sehen. Aber die Darstellung trügt mitunter. Profis schließen deshalb noch ein Tablet an die Kamera an. Auf dem Bildschirm des Tablets ist sehr viel besser zu erkennen, wie das Produkt dann später auch im Internet zu sehen ist.

Sollte die Anzeige zufriedenstellend sein, kann der Auslöser der Kamera betätigt werden. Es ist empfehlenswert, eine Kamera mit Fernauslöser zu verwenden. Sonst besteht die Gefahr, dass die Kamera bei der Betätigung des Auslösers minimal verwackelt. Das ist äußerst unangenehm, wenn zuvor sehr viel Zeit für die perfekte Justierung aufgewendet wurde.

Häufig auftretende Anfängerfehler

Die professionelle Produktfotografie muss zunächst erlernt werden. Keinem gelingt es auf Anhieb, perfekte Aufnahmen zu erzielen. Zu den häufigsten Fehlern gehören die folgenden:

  • Zu schwache Beleuchtung
  • Aufnahmen mit Blitzlicht
  • Unscharfe Fotos durch falsche Kameraeinstellungen
  • Zu wenige aussagekräftige Bildelemente
  • Unzureichende Informationen

Mit der Zeit und sehr viel Übung gelingt es dann aber irgendwann, die Aufnahmen so hinzubekommen, dass sie den Umsatz steigern.

Die Aufnahmen verbessern

Sind die ersten Produktfotos aufgenommen, können sie aber nicht gleich verwendet werden. Es ist immer eine professionelle Nachbearbeitung erforderlich. Dazu ist ein PC sowie eine professionelle Bildbearbeitungssoftware nötig. Mit einer solchen Software ist es möglich, das fotografierte Produkt freizustellen. Das bedeutet, alles anderen Dinge, die mit auf dem Foto zu sehen sind, werden entfernt.

Des Weiteren gibt es unzählige Möglichkeiten, mithilfe einer Software, kleinere Fehler zu retuschieren. Bestimmte Farben lassen sich hervorheben, Kontraste verändern und noch vieles mehr. Um mit solch einer professionellen Grafiksoftware zu arbeiten, ist aber eine längere Einarbeitungszeit erforderlich.

Wer sich intensiv mit der professionellen Produktfotografie befasst und Zeit für das Erlernen wichtiger Kenntnisse und Fähigkeiten investiert, kann den Umsatz in seinem Onlineshop deutlich steigern. Um ansprechende Produktfotos zu erstellen, sind einige Investitionen für die Ausrüstung erforderlich. Wer jedoch kein Geld in diesem Bereich investieren möchte und nicht die nötige Zeit zum Erlernen der Fähigkeiten hat, sollte die professionelle Produktfotografie lieber bei einem renommierten Anbieter in Auftrag geben.