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Schmuckfotografie

Schmuckfotografie: Fotos mit Tiefenschärfe

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Unter der Tiefenschärfe bzw. Schärfentiefe wird beim Fotografieren der Bereich bezeichnet, der vor bzw. hinter dem eigentlichen Schärfebereich noch scharf dargestellt wird. Wird zum Beispiel die Kamera auf ein Motiv scharf eingestellt, kann abhängig von der Blenden- und Brennweiteneinstellung der Bereich vor dem Motiv oder hinter dem Motiv über eine bestimmte Strecke hin noch scharf dargestellt werden.

Grundsätzlich ist hierbei zu beachten, dass bei einer kleinen Brennweite die Tiefenschärfe umso höher ist. Übliche Brennweiten sind zum Beispiel f8, f11, f16 oder f22. Darüber hinaus ist die Tiefenschärfe aber auch abhängig von der Größe des eingebauten Bildsensors einer Digitalkamera. Mit einem besonders großen Sensor, wie zum Beispiel einem Vollformatsensor, lassen sich wesentlich mehr Gestaltungsmittel im Bereich der Tiefenschärfe einsetzen. Normale Consumer-Kameras kommen immerhin noch auf eine 2/3-Größe des Bildsensors im Vergleich zum Vollformat.

Die richtige Kamera verwenden

Optimal für gute Tiefenschärfeaufnahmen sind digitale Spiegelreflexkameras oder spiegellose Systemkameras. Wichtig ist, dass diese Kameras über eine sogenannte Abblendtaste verfügen. Nur so lässt sich die Tiefenschärfe des Motivs direkt erkennen. Ohne Abblendtaste wäre das Motiv bei Blende f22 so dunkel dargestellt, dass es nicht zu erkennen wäre.

Schmuck perfekt fotografieren

Schmuck und Glas gehören zu den am schwierigsten zu fotografierenden Gegenständen. Zum einen sind Schmuckstücke meist sehr klein und zum anderen können diese mit ihren glänzenden Oberflächen stark reflektieren. Für gute Fotos sollte ein Lichtzelt mit optimaler Ausleuchtung und für die Kamera ein Stativ mit Fernauslösung verwendet werden. Bei der Beleuchtung werden zusätzliche Diffusoren empfohlen, damit das Licht gleichmäßiger gestreut wird. Der Hintergrund sollte sich besonders gut vom Schmuckstück abheben.

An der Kamera sorgt ein niedriger ISO-Wert für ein geringeres Rauschen. Die sich hierdurch ergebenden längeren Belichtungszeiten sorgen mit dem Stativ für keine Probleme.

Mit der Blende wird nun die Tiefenschärfe eingestellt. Wichtig ist es zu wissen, welcher Bereich auf dem Foto später optimal scharf wiedergegeben werden soll. Etwas verwirrend ist die richtige Einstellung der Blendenöffnung. Je größer die Blendenöffnung bzw. je kleiner die Blendenzahl auf dem Objektiv der Kamera eingestellt wird, desto geringer fällt die Tiefenschärfe aus.

Da Schmuckstücke sehr klein sind, spielen der Vorder- und Hintergrund hier keine Rolle. Mit der Blende f2.8 ist sicher eine ausreichende Tiefenschärfe gegeben, bei der nur das Schmuckstück komplett scharf abgelichtet wird. Alle übrigen Randbereiche verfallen in Unschärfe.

Testweise sollten auch höhere Blendenzahlen zwischen f4 bis f8 einmal verwendet werden. Somit wird der Unterschied in Bezug auf die Tiefenschärfe am besten deutlich. Um Produktfotos optimal darzustellen kann man sich Hilfe von professionellen Bildbearbeitungsdienstleistern holen, wie beispielsweise freistellen.de.

Foto: fotolia/shutterstock

Focus Stacking: Pure Schärfe für Bilder

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Das Focus Stacking, also das Stapeln des Fokus, ist ein sehr nützliches Werkzeug, um das Schärfefeld eines Bildes zu erweitern. In der Produktfotografie wird Focus Stacking sehr gern eingesetzt, besonders oft im Bereich Schmuck und Uhren. Durch diese Technik kommen feine Details, bspw. bei edlen Colliers, noch besser zur Geltung. So nützlich wie das Focus Stacking ist, so kompliziert ist es auch.

Doch wie funktioniert das? Zunächst klingt es einfach: Man legt einfach mehrere Bilder mit unterschiedlichem Fokus übereinander. Doch die Umsetzung ist deutlich herausfordernder.

Zunächst werden vom selben Objekt Aufnahmen mit unterschiedlichen Schärfeeinstellungen vorgenommen. Mindestens zwei sollten es sein, dutzende können es werden. Dabei sollte sich das Objekt nicht bewegen. Dann werden diese Bilder ausgerichtet, sodass sie pixelgenau übereinander passen. Dies ist auch nötig, wenn ein Stativ benutzt wird, da das Verändern des Fokusse immer zu Veränderungen der Passgenauigkeit führt. Aus den einzelnen Aufnahmen wird ein Gesamtbild erstellt, in dem nur die scharfe Abschnitte der Einzelbilder berücksichtigt werden. So bekommt man ein durch und durch scharfes Bild.

Foto: fotolia/shutterstock