Bildbearbeitung

Digitalen Nachbearbeitung von Autobildern

Von Kevin, FotografVeröffentlicht Aktualisiert 5 Min. Lesezeit

Die Nachbearbeitung entscheidet, ob ein Fahrzeugbild im Portal bestehen kann: das Auto freistellen, den Hintergrund tauschen, Logo oder Werbefläche einfügen, Farbe und Kontrast angleichen. Die Grundlage dafür legt das Shooting, mit gewaschenem Fahrzeug, ruhiger Fläche, leicht bedecktem Himmel und mindestens zwei Autolängen Abstand.

Die richtige Vorbereitung für gute Aufnahmen

Immer mehr Fahrzeuge werden über Fahrzeugbörsen, wie zum Beispiel mobile.de oder autoscout24.de vermarktet. Hier tummeln sich gewerbliche Fahrzeughändler und viele Privatleute, die für ihren Gebrauchten einen guten Preis erzielen möchten. Bei der Vielzahl der Angebote auf den Online-Portalen ist eine sorgfältige Präsentation Ihrer Fahrzeuge entscheidend. Besonders gute Gesamtaufnahmen und Detailaufnahmen sind beim Fahrzeugverkauf wichtig. Für viele Autos können die Verkäufer wesentlich bessere Ergebnisse erlangen, wenn sie einige Tricks beim Fotografieren ihres Fahrzeuges beachten.

Es versteht sich von selbst, dass ein Fahrzeug in einem sauberen und gewaschenen Zustand wesentlich besser aussieht, als ein verschmutztes Modell. Der erste Weg führt unweigerlich durch die Waschstraße.

Da viele Käufer eines gebrauchten PKWs gerne einen Blick in das Innere eines Autos werfen möchten, müssen entsprechend auch vom Innenraum Fotos erstellt werden. Von daher müssen ebenfalls all diejenigen Bereiche gereinigt werden, die später innen fotografiert werden sollen. Matten Kunststoffoberflächen können mit speziellen Kunststoffreinigern wieder zu neuem Glanz verholfen werden. Kennzeichen mit dem Logo des Verkäufers zeigen dem Kunden die Seriosität des Händlers.

Im nächsten Schritt geht es darum, eine ansprechende Location für das Auto-Fotoshooting zu finden. Direkt am Straßenrand in einer Parklücke sollte ein Fahrzeug niemals fotografiert werden. Hier gibt es zu viele Störfaktoren, die vom Motiv ablenken. Für eindrucksvolle Aufnahmen eignen sich beispielsweise

  • eine gepflegte Einfahrt vor einem Einfamilienhaus,
  • ein großer, leerer Parkplatz,
  • sonstige freie Flächen.

Bestimmen Sie eine vordefinierte Position, die für alle Fahrzeuge gilt. So erlangen Sie eine angenehme Einheitlichkeit in Ihrem Angebot.

Weißer SUV mit schwarzem Dach auf einem Händlerhof, Originalaufnahme vor der Bearbeitung
Originalaufnahme beim Händler: Fahrzeuge und Gebäude im Hintergrund lenken ab.

Das Auto-Fotoshooting

In den Online-Portalen mobile.de und autoscout24.de stehen täglich bis zu 1,5 Millionen Fahrzeuge zum Verkauf. Nur mit guten Produktbildern kann sich das Angebot von der breiten Masse abheben. Selbst ein optisch ansprechendes und sauberes Auto kann einen höheren Verkaufspreis erzielen, obwohl der Käufer über den technischen Zustand noch nichts weiß. Viele Käufer denken, dass ein Wagen, der von außen gut aussieht, auch von innen gepflegt ist.

Nachdem das Fahrzeug für ein Foto-Shooting geparkt wurde, sollte darauf geachtet werden, dass der Hintergrund nicht vom Hauptmotiv ablenkt. Die besten Aufnahmen werden übrigens bei leicht bedecktem Himmel gemacht, da strahlender Sonnenschein störende Reflexionen im Lack verursachen kann.

SUV freigestellt auf transparentem Hintergrund, erkennbar am Schachbrettmuster
Freigestellt: Kein Hintergrund lenkt mehr vom Fahrzeug ab.

Für die Aufnahmen selbst kann ein Normalobjektiv oder ein kleines Teleobjektiv verwendet werden. Entscheidend ist jedoch der Abstand. Der Fotograf sollte sich wenigstens zwei Autolängen vom Fahrzeug entfernen, was ungefähr einer Entfernung von zehn Metern entspricht. Ansonsten kann es zu bildlichen Verzerrungen kommen. Für Innenaufnahmen müssen wir zwangsläufig näher herangehen, um ansprechende Details herausstellen zu können.

Fahrzeuge wirken für den Betrachter am besten, wenn sie schräg von vorn fotografiert werden. Dabei sollte man darauf achten, die Vorderräder so einzuschlagen, dass auch die Felgen gut zu erkennen sind. Nun wird das Fahrzeug formatfüllend fotografiert. Wir können hier empfehlen, mehrere Belichtungsreihen zu verwenden und somit eine große Auswahl an Fotos zu erhalten.

Wer sich die Mühe machen möchte, kann von seinem Auto auch eine eindrucksvollere HDR-Aufnahme erstellen.

Übrigens sollte das Fahrzeug auch noch einmal schräg von hinten fotografiert werden.

Schräg von vorn mit eingeschlagenen Rädern, formatfüllend, mit Abstand und mit Belichtungsreihen: So entsteht die Auswahl, aus der die besten Fahrzeugbilder hervorgehen. Ein leicht bedeckter Himmel vermeidet dabei Reflexionen im Lack.

Weißer SUV in Dreiviertelansicht von vorn, freigestellt vor dunkelblauem Grund
  1. Schritt 1: Drei Belichtungen

    Hierfür reichen in aller Regel drei Aufnahmen aus. Das erste Foto wird unterbelichtet, das zweite normal belichtet und das dritte überbelichtet.

  2. Schritt 2: Zusammenführen

    Mithilfe eines Spezialprogramms werden alle drei Aufnahmen zusammengeführt.

  3. Schritt 3: Ergebnis

    Im Ergebnis erhalten wir ein Foto, welches besonders kontrastreich und bis ins kleinste Detail gleichmäßig ausgeleuchtet ist.

Nachbearbeitung: freistellen, Hintergrund tauschen, Logo einfügen

Mit einem Bildbearbeitungsprogramm können die Fotos nachträglich noch ein wenig verändert werden. Wer möchte, kann hierbei auch den Hintergrund komplett auswechseln. Hierzu muss das Auto jedoch zunächst freigestellt werden. Mithilfe einer fachgerechten Bildbearbeitung können ein eigenes Logo sowie ein eigener Hintergrund in die Aufnahmen eingefügt werden. Wer möchte, kann hier auch an geeigneter Stelle Werbeflächen einfügen lassen. Jedoch sollten diese nicht allzu viel vom Fahrzeug selbst verdecken.

Karosserie, Speichen und Scheiben stellen wir getrennt frei

Wir stellen Fahrzeuge nicht mit einem Ein-Klick-Werkzeug frei, sondern in zwei Durchgängen. Die Karosserie bekommt einen Pfad, weil ihre Kanten geometrisch verlaufen; Antenne, Scheibenwischer und Radspeichen bekommen eine Maske, sonst fehlen sie hinterher. Den Kontaktschatten unter den Rädern behalten wir auch dann, wenn der Hintergrund ausgetauscht wird. Ohne ihn schwebt das Auto über der neuen Fläche.

Die meiste Zeit kostet bei Fahrzeugbildern das Glas. Wir sehen in Front- und Seitenscheiben die alte Umgebung gespiegelt, und beim Hintergrundtausch bleibt sie dort stehen: Bäume und Laternen in einem Bild, das im Showroom stehen soll. Scheiben behandeln wir deshalb als eigene Ebene und entscheiden je Bild, ob die Spiegelung abgedunkelt, ersetzt oder bewusst stehen gelassen wird. Bei Innenaufnahmen ist der Aufwand kleiner, dort zählt die gerade Linie.

Fertig bearbeitet gehen die Bilder ins Kfz-Portal

Der Bildbearbeitungsdienst freistellen.de fertigt Ihre Daten exakt nach den Vorgaben der Fahrzeugbörsen an. Sie liefern lediglich die Bilder in den abgestimmten Positionen und erhalten fertig bearbeitete Fahrzeugbilder mit einem eigenen Hintergrund und weiteren Informationen zurück. Unter freistellen.de/branchen/fahrzeuge/ erhalten Sie mehr Informationen.

Weißes Cabrio-SUV vor grauem Hintergrund mit Händlerleiste und Logo, Fahrzeugbild für die Börse
Fertiges Börsenbild mit neuem Hintergrund, Händlerleiste und Logo.

Im letzten Schritt können die Aufnahmen auf das gewünschte Kfz-Portal eingestellt und somit sicher viele Interessenten angesprochen werden.

Freistellen, Hintergrund tauschen, Logo oder Werbefläche einfügen: Die Bildmontage im Studio macht aus der Aufnahme das fertige Fahrzeugbild für das Portal, ohne dass das Motiv verdeckt wird. Wann sich der Weg über das reinweiße Set und wann der über den Freisteller lohnt, vergleicht der Beitrag Produktfotos freistellen oder reinweiß aufnehmen; worauf es bei einer ganzen Fahrzeugflotte ankommt, steht im Beitrag Bilder für die Automobilbranche. Wie ein Auftrag von der Anfrage bis zur Lieferung läuft, zeigt die Seite Ablauf eines Fotoauftrags.

Rucksack in Grau und Rosa mit Detailausschnitten zu D-Ringen, Handyfach und Nassfach, Bildmontage

Bildmontage anfragen

Foto: fotolia/shutterstock

Bilder zum Beitrag

Kurz gefasst

Vor dem Fotoshooting wird das Fahrzeug gewaschen, der Innenraum gereinigt und eine ruhige Location ohne Störfaktoren gewählt. Fotografiert wird schräg von vorn und von hinten, formatfüllend, mit Abstand und bei leicht bedecktem Himmel, gern mit Belichtungsreihen oder als HDR-Aufnahme. In der Nachbearbeitung lassen sich das Auto freistellen, der Hintergrund tauschen und Logo oder Werbefläche einfügen. Danach werden die Aufnahmen auf das gewünschte Kfz-Portal eingestellt.

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Antworten auf die Fragen, die Händler und Hersteller uns am häufigsten stellen.

  • Wie fotografiere ich ein Auto für den Verkauf?

    Schräg von vorn, formatfüllend und mit eingeschlagenen Vorderrädern, damit die Felgen gut zu erkennen sind; danach noch einmal schräg von hinten. Halten Sie mindestens zwei Autolängen Abstand, um Verzerrungen zu vermeiden, und nutzen Sie ein Normalobjektiv oder ein kleines Teleobjektiv. Mehrere Belichtungsreihen liefern eine große Auswahl an Fotos für das Angebot.

  • Wo sollte ich mein Auto für Verkaufsfotos fotografieren?

    Nicht am Straßenrand in einer Parklücke, weil dort zu viele Störfaktoren vom Fahrzeug ablenken. Geeignet sind eine gepflegte Einfahrt vor einem Einfamilienhaus, ein großer, leerer Parkplatz oder sonstige freie Flächen. Legen Sie eine feste Position fest, die für alle Fahrzeuge gilt; so wirkt Ihr Angebot einheitlich und der Hintergrund lenkt nicht vom Hauptmotiv ab.

  • Welches Wetter eignet sich für Autofotos am besten?

    Leicht bedeckter Himmel, denn die besten Aufnahmen entstehen genau dann: Strahlender Sonnenschein verursacht störende Reflexionen im Lack. Achten Sie zusätzlich darauf, dass der Hintergrund nicht vom Hauptmotiv ablenkt, und fotografieren Sie das Fahrzeug erst nach dem Weg durch die Waschstraße, damit ein sauberes, gewaschenes Auto vor der Kamera steht.

  • Was muss ich vor dem Auto-Fotoshooting vorbereiten?

    Das Fahrzeug waschen und alle Bereiche reinigen, die später innen fotografiert werden, weil viele Käufer eines Gebrauchten einen Blick in den Innenraum werfen möchten. Matte Kunststoffoberflächen lassen sich mit speziellen Kunststoffreinigern wieder auffrischen. Kennzeichen mit dem Logo des Verkäufers zeigen dem Kunden die Seriosität des Händlers.

  • Wie entsteht eine HDR-Aufnahme vom Auto?

    Aus drei Aufnahmen: Die erste wird unterbelichtet, die zweite normal belichtet und die dritte überbelichtet. Ein Spezialprogramm führt die drei Bilder zusammen. Das Ergebnis ist ein besonders kontrastreiches Foto, das bis ins kleinste Detail ausgeleuchtet ist. Der Aufwand lohnt sich, wenn Sie Ihr Fahrzeug eindrucksvoller zeigen möchten als mit einer einzelnen Belichtung.

  • Kann man den Hintergrund von Autobildern nachträglich austauschen?

    Ja. Dazu wird das Auto zunächst freigestellt, anschließend lassen sich ein eigener Hintergrund und ein eigenes Logo in die Aufnahme einfügen. Auch Werbeflächen sind möglich, sollten aber nicht allzu viel vom Fahrzeug verdecken. Ein Bearbeitungsdienst fertigt die Daten nach den Vorgaben der Fahrzeugbörsen an, Sie liefern nur die Bilder in den abgestimmten Positionen.

  • Warum sind gute Fotos beim Autoverkauf so wichtig?

    Weil sich ein Angebot bei der Vielzahl der Fahrzeuge auf den Online-Portalen nur mit guten Bildern von der breiten Masse abhebt. Ein optisch ansprechendes, sauberes Auto kann einen höheren Verkaufspreis erzielen, obwohl der Käufer über den technischen Zustand noch nichts weiß; viele Käufer schließen von einem gepflegten Äußeren auf einen gepflegten Innenraum.

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