Die klassischen Fehler in der Produktfotografie

By 13. November 2015Produktfotografie
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Nur perfekte und aussagekräftige Fotos erreichen in einem Onlineshop die meisten potenziellen Kunden. Gute Produktfotos werden in heutiger Zeit für viele Vertriebswege benötigt. Dabei müssen diese nicht nur auf der firmeneigenen Homepage glänzen, sondern auch auf den zahlreichen mobilen Endgeräten. Neben unscharfen Aufnahmen mit einer möglichst niedrigen Auflösung gibt es leider noch einige andere Fehler in der Produktfotografie, die hier ein wenig näher vorgestellt wird.

Das Zusammenspiel zwischen Belichtungszeit und Blende

Viele Produktfotos wirken entweder zu hell oder sind unterbelichtet. Als Fotograf hat man sich einfach an die Umgebungsbeleuchtung gehalten und die angeblich richtige Belichtung der Automatik überlassen. Farbe, Helligkeit und Kontrast lassen sich besonders gut im manuellen Kameramodus einstellen. Gute Digitalkameras verfügen über diese M-Einstellung, mit der Sie sämtliche Einstellungen individuell vornehmen können.

Zunächst sollten Sie jedoch das zu fotografierende Produkt richtig platzieren und es durch Ihren Kamerasucher betrachten. Innerhalb des Suchers erhalten Sie über eine Anzeige auch die nötigen Informationen zur Belichtung. Im manuellen Modus können wir die Verschlusszeit und die Blende getrennt voneinander individuell verändern.

Die Belichtungszeit ist der Zeitraum, in dem der Kameraverschluss offen bleibt. Auf den Sensor fällt in dieser Zeit das Licht. Je länger die Belichtungszeit ist, desto mehr Licht fällt auf den Sensor und umgekehrt. Mit einer kurzen Belichtungszeit können wir zudem verwackelungsfreie Aufnahmen erzeugen. Dies spielt aber bei der Produktfotografie nur eine untergeordnete Rolle, da wir in aller Regel mit einem Stativ arbeiten. Dennoch können wir bei schlechten Lichtverhältnissen mit einer längeren Belichtungszeit besser belichtete Aufnahmen erhalten.

Das Gegenstück ist die Blendeneinstellung. Die Blende entscheidet über eine Iris-Einstellung am Objektiv, wie viel Licht auf den Sensor fallen darf. Je größer die Zahl der Blende ist, desto kleiner ist der Blendendurchmesser und weniger Licht fällt auf den Sensor. Je kleiner der Blendenwert ist, desto größer ist der Blendendurchmesser und umso mehr Licht fällt auf den Sensor.

Nur durch ein richtiges Zusammenspiel zwischen Verschlusszeit und Blende können Sie perfekte Aufnahmen erzielen. Testweise können Sie Ihr Produkt mit verschiedenen Einstellungen fotografieren und das Ergebnis auf einem PC-Bildschirm kontrollieren. Es ist hilfreich, sich jede Einstellung zu notieren.

Der Weißabgleich

Je nach verwendeter Beleuchtung, können Produktaufnahmen etwas gelblich, rötlich oder bläulich erscheinen. Hierbei handelt es sich um die Farbtemperatur, die mit einem Weißabgleich korrigiert werden kann. In aller Regel geben Sonnenlicht und herkömmliche Studioleuchten ein warmes Licht ab, während Leuchtstoffröhren und LED-Lampen eher ein kaltes Licht abgeben.

Einen Weißabgleich können Sie entweder automatisch über einen Menüpunkt der Kameraeinstellung vornehmen oder manuell einstellen. Hierzu eignet sich eine sogenannte Graukarte aus Pappe oder Kunststoff, die das Licht zu etwa 18 % reflektieren kann. Wird diese Graukarte mit verschiedenen Lichtquellen fotografiert, so erscheint die graue Farbe auf dem Monitor immer farbecht in grau. Wenn Sie ein weißes Objekt fotografieren, erkennen Sie sofort den Unterschied. Hieran lässt sich mit den entsprechenden Belichtungseinstellungen die Farbtemperatur anpassen.

Der störende Hintergrund

Bei vielen Produktfotos kann der Hintergrund vom eigentlichen Motiv ablenken. Insoweit ist es ratsam, das Motiv vom Hintergrund loszulösen und freizustellen. Hierzu wird ein Bildbearbeitungsprogramm benötigt. Die Bedienung und Vorgehensweise ist für viele jedoch nicht einfach, so dass es sich geradezu anbietet, einen professionellen Freistellerservice zu nutzen.

Ein Freistellservice, wie zum Beispiel www.freistellen.de, kann diese Arbeiten besonders zuverlässig für Sie übernehmen. Hierzu müssen Sie lediglich Ihre Fotos übersenden und erhalten professionelle Produktfotos mit gewünschtem Hintergrund. Mit diesen Aufnahmen können Sie wesentlich effektiver Ihre Kunden ansprechen.