Welche IPTC-Metadaten gehören in Produktbilder, und was lesen Google Bilder und Marktplätze daraus?
Von Max, Leitung KundenbetreuungVeröffentlicht Aktualisiert 6 Min. Lesezeit
In die IPTC-Metadaten von Produktbildern gehören mindestens Urheber, Rechteinhaber, Nutzungsbedingungen, eine Beschreibung mit Artikelnummer, der Alt-Text und der Digital Source Type. Google Bilder liest daraus die Urhebernennung und das Lizenzierbar-Label, Merchant Center und Marktplätze die KI-Kennung, Ihre Händler und Ihre Bildverwaltung die Artikelnummer und die Rechte. Wer sie leer lässt, verschenkt den einfachsten Nachweis, dass ein Bild ihm gehört.
Was IPTC-Metadaten sind
IPTC-Metadaten sind standardisierte Felder, die in der Bilddatei selbst stehen, technisch als XMP-Daten. Der IPTC Photo Metadata Standard, aktuell Version 2025.1 vom November 2025, definiert sie in zwei Schemas (IPTC Photo Metadata Standard auf iptc.org, Abruf 20.09.2026). Core enthält die Grundangaben wie Urheber, Beschreibung und Copyright, Extension die Ergänzungen wie Lizenzgeber, Barrierefreiheitstexte und Herkunft. Weil die Felder in der Datei reisen, bleibt ein Bild zuordenbar, wenn es den Weg vom Studio über Ihr PIM zum Händler und zum Marktplatz nimmt, solange niemand die Daten entfernt.
Welches IPTC-Feld wer ausliest
Die Tabelle zeigt die Felder, die in einem Produktbild ausgefüllt sein sollten, und wer sie ausliest. Google Bilder steht für die Bildersuche, Merchant Center für Shopping-Anzeigen, Marktplatz für Amazon, Kaufland und Zalando.
Jedes Feld hat einen Leser: Google Bilder zeigt Urheber und Lizenz, Merchant Center und Marktplätze lesen die KI-Kennung, Händler und Bildverwaltung finden Artikelnummer und Rechte.
Wir legen die Felder nicht Bild für Bild von Hand an, sondern je Auftrag als Vorlage. Urheber, Rechteinhaber, Lizenz-URL und Digital Source Type stehen für den ganzen Bildsatz fest; Beschreibung, Artikelnummer und Ansicht kommen aus der Zuordnungsliste dazu. Das ist der einzige Weg, der bei einer Serie durchhält. Wer einen Bildsatz Feld für Feld von Hand beschriftet, hört irgendwo mitten in der Serie damit auf.

| IPTC-Feld | Was Sie eintragen | Nutzen | Wer es liest |
|---|---|---|---|
| Creator | Name des Fotografen oder Studios | Urhebernennung, Nachweis nach § 13 UrhG | Google Bilder (Anzeige beim Bild), Bildverwaltung |
| Credit Line | Quellenangabe, zum Beispiel Marke oder Studio | Wird als Quellenzeile angezeigt | Google Bilder |
| Copyright Notice | Rechteinhaber mit Jahr | Rechtenachweis, Abschreckung | Google Bilder, Händler, Bildverwaltung |
| Rights Usage Terms | Kurzform der Lizenz: Kanäle, Gebiet, Dauer | Händler wissen, was erlaubt ist | Händler, Bildverwaltung |
| Web Statement of Rights | URL Ihrer Lizenzseite | Pflichtfeld für das Lizenzierbar-Label | Google Bilder |
| Licensor | Name und URL des Lizenzgebers | Link zum Erwerb im Lizenzierbar-Label | Google Bilder |
| Description | Was das Bild zeigt, mit Artikelnummer und Ansicht | Zuordnung, Suche in der Bildverwaltung | Händler, Bildverwaltung, Suchsysteme |
| Alt Text (Accessibility) | Kurzbeschreibung für Screenreader | Barrierefreiheit, Vorlage für den Alt-Text im Shop | Händler, Marktplatz-Import; Kaufland verlangt Alt-Texte |
| Keywords | Schlagworte, Warengruppe, Farbe; bei Amazon das Tag contains-synthetic-performer für KI-Personen | Suche, Amazon-Kennzeichnung | Amazon, Bildverwaltung |
| Job Id | Auftrags- oder Artikelnummer | Verknüpfung mit Zuordnungsliste und PIM | Händler, Bildverwaltung |
| Digital Source Type | Herkunft: digitalCapture, humanEdits, compositeCapture, trainedAlgorithmicMedia | KI-Kennzeichnung maschinenlesbar, Echtbild-Status | Google Bilder, Merchant Center, Kaufland, Zalando |
| Data Mining | Ob das Bild für KI-Training genutzt werden darf | Opt-out gegenüber Crawlern, die das Feld beachten | Crawler, Bildverwaltung |
Das Lizenzierbar-Label in Google Bilder
Seit dem 31. August 2020 zeigt Google Bilder ein Label „Lizenzierbar“ an Bildern, deren Metadaten auf eine Lizenzseite verweisen (IPTC Quick Guide zu Google Bilder, Abruf 20.09.2026). Pflicht ist das Feld Web Statement of Rights mit der URL Ihrer Lizenz- oder Nutzungsbedingungen; empfohlen ist Licensor mit der Adresse, unter der man das Bild erwerben oder anfragen kann. Alternativ liefern strukturierte Daten auf der Seite dieselbe Information über die Eigenschaften license und acquireLicensePage (Google Search Central, Stand 10.12.2025).
Creator, Credit Line und Copyright Notice erscheinen daneben als Urheberangaben. Für Hersteller heißt das: Wer Händlern Bilder gibt, sollte die Lizenzseite eintragen, dann führt jedes Bild zurück zur Quelle, egal wo es auftaucht. Wie ein einheitliches Bildpaket für Händler aufgebaut ist, beschreibt der Ratgeber Herstellerbilder für Händler.
Digital Source Type: die Kennung für Aufnahme, Montage und KI
Das Feld beschreibt, wie ein Bild entstanden ist, mit einem festen Vokabular (IPTC NewsCodes, Stand 23.10.2024). Für Produktbilder sind sechs Werte relevant:
- digitalCapture für die Aufnahme mit der Kamera
- humanEdits für Retusche mit klassischen Werkzeugen
- compositeCapture für Montagen aus echten Aufnahmen wie Hollowman
- computationalCapture für automatisch verrechnete Aufnahmereihen wie Fokus-Stacking
- compositeWithTrainedAlgorithmicMedia für Bilder mit KI-Anteil
- trainedAlgorithmicMedia für vollständig generierte Bilder

Gelesen wird das Feld an mehreren Stellen: Google Bilder wertet trainedAlgorithmicMedia, compositeSynthetic, algorithmicMedia und seit dem 09.07.2024 compositeWithTrainedAlgorithmicMedia aus (Google Search Central, Stand 10.12.2025). Merchant Center verlangt für KI-generierte Bilder in Shopping-Anzeigen einen der Werte TrainedAlgorithmicMedia, CompositeSynthetic oder AlgorithmicMedia und untersagt, das Feld zu entfernen (Merchant-Center-Hilfe, Abruf 20.09.2026). Kaufland liest eingebettete Kennungen und setzt daraus ein sichtbares Label (23.07.2026), Zalando verlangt die unsichtbare Markierung (Zalando image guidelines, Stand 31.08.2026). Für Sie heißt das: Echte Aufnahmen tragen digitalCapture oder humanEdits, und genau das ist der einfachste Echtbild-Nachweis. Wie die Kennzeichnung je Plattform aussieht, zeigt der Beitrag KI-Bilder auf Marktplätzen kennzeichnen.
| Leser | Umgang mit dem Digital Source Type |
|---|---|
| Google Bilder | Wertet trainedAlgorithmicMedia, compositeSynthetic und algorithmicMedia aus, seit 09.07.2024 auch compositeWithTrainedAlgorithmicMedia |
| Merchant Center | Verlangt für KI-Bilder in Shopping-Anzeigen TrainedAlgorithmicMedia, CompositeSynthetic oder AlgorithmicMedia; Entfernen untersagt |
| Kaufland | Liest eingebettete Kennungen und setzt daraus ein sichtbares Label |
| Zalando | Verlangt die unsichtbare Markierung |
Bildmetadaten und SEO: was sie bewirken und was nicht
IPTC-Felder sind kein Rankingfaktor, und sie ersetzen weder Alt-Attribut noch Dateiname auf der Seite. Sie bewirken drei Dinge:
- Google Bilder zeigt Urheber und Lizenzhinweis, was Klicks zur Quelle lenkt.
- Bildverwaltungen und Händler finden Bilder über Beschreibung und Artikelnummer.
- Die KI-Kennung entscheidet, ob ein Bild als Aufnahme oder Erzeugung gilt.

Das Feld Alt Text (Accessibility) liefert die Vorlage für den Alt-Text. Den brauchen Shops und Marktplätze in Deutschland seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (gilt seit 28.06.2025) an Produktbildern. Kaufland verlangt ihn je Bild seit Juni 2025 (Seller University, Abruf 20.09.2026).
Wie die Felder im Studio gefüllt werden, welche Dateinamen dazukommen und wie die Zuordnungsliste aussieht, steht auf der Seite Datenpaket zum Produktbild. Wer die Herkunft belegen und nicht bloß beschreiben will, ergänzt den C2PA-Herkunftsnachweis mit Signatur; in unseren Bildern ist er immer hinterlegt.
Metadaten beschreiben die Herkunft eines Bildes und liefern die Vorlage für den Alt-Text; wer die Herkunft signiert belegen will, ergänzt den C2PA-Nachweis.

Grenzen: was mit Metadaten beim Upload passiert
- Viele Plattformen entfernen XMP-Daten beim Verarbeiten; prüfen Sie nach dem ersten Upload, was übrig ist.
- Der eigene Shop entscheidet mit: Bildoptimierer und CDN-Funktionen entfernen Metadaten oft standardmäßig; die Option lässt sich meist abschalten.
- Data Mining ist ein Signal, kein Schutz: Nur Crawler, die das Feld beachten, halten sich daran.
- Das Lizenzierbar-Label setzt voraus, dass die Bilder auf einer indexierbaren Seite liegen und die Lizenz-URL erreichbar ist.
- Metadaten beschreiben, sie beweisen nicht: Für einen signierten Nachweis braucht es C2PA.

Wir sehen diesen Verlust regelmäßig an Bildern, die schon einmal durch einen Shop gelaufen sind. Creator und Copyright sind leer, obwohl sie beim Verlassen des Studios gefüllt waren, weil ein Bildoptimierer oder eine CDN-Funktion die XMP-Daten beim Ausliefern entfernt hat. Deshalb prüfen wir vor der Lieferung die Datei, nicht die Vorschau, und empfehlen Ihnen denselben Blick nach dem ersten Upload. Die vollständige Datei bleibt in Ihrer Ablage, nicht nur im Shop.
Kurz gefasst
In Produktbilder gehören Urheber, Rechte, Lizenzhinweis, Beschreibung mit Artikelnummer, Alt-Text und Digital Source Type. Google Bilder zeigt daraus Urhebernennung und das Lizenzierbar-Label, Merchant Center und Marktplätze lesen die KI-Kennung. Echte Aufnahmen tragen digitalCapture oder humanEdits; das ist der einfachste maschinenlesbare Echtbild-Hinweis. Plattformen entfernen Metadaten oft; die vollständige Datei bleibt in der eigenen Ablage. Bei uns sind IPTC-Felder und C2PA-Nachweis in jedem Bild hinterlegt; Beschreibung und Artikelnummer kommen aus der Zuordnungsliste.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Antworten auf die Fragen, die Händler und Hersteller uns am häufigsten stellen.
Welche IPTC-Felder brauche ich mindestens für Produktbilder?
Creator, Copyright Notice, Rights Usage Terms, Description mit Artikelnummer, Alt Text (Accessibility) und Digital Source Type. Wer das Lizenzierbar-Label in Google Bilder will, ergänzt Web Statement of Rights und Licensor. Keywords und Job Id erleichtern die Zuordnung in Bildverwaltung und PIM; bei Amazon tragen KI-Personen dort das vorgeschriebene Schlüsselwort.
Wie bekomme ich das Lizenzierbar-Label in Google Bilder?
Tragen Sie im Feld Web Statement of Rights die URL Ihrer Lizenz- oder Nutzungsbedingungen ein und im Feld Licensor die Adresse, unter der das Bild angefragt werden kann. Alternativ nutzen Sie strukturierte Daten mit license und acquireLicensePage. Das Bild muss auf einer indexierbaren Seite liegen (Google Search Central, Stand 10.12.2025).
Was ist der Digital Source Type?
Ein IPTC-Feld mit festem Vokabular, das die Entstehung eines Bildes beschreibt: digitalCapture für die Kameraaufnahme, humanEdits für klassische Retusche, compositeCapture für Montagen aus echten Aufnahmen, computationalCapture für verrechnete Aufnahmereihen, compositeWithTrainedAlgorithmicMedia für KI-Anteile, trainedAlgorithmicMedia für vollständig generierte Bilder. Google Bilder, Merchant Center und Marktplätze wie Kaufland lesen es als KI-Kennung.
Helfen Bildmetadaten beim SEO?
Indirekt. IPTC-Felder sind kein Rankingfaktor, aber Google Bilder zeigt Urheber, Quellenzeile und das Lizenzierbar-Label daraus an, was Klicks zur Quelle lenkt und Bildklau erschwert. Für das Ranking zählen weiterhin Alt-Attribut, Dateiname, Bildunterschrift, Kontext der Seite und Ladezeit. Das Alt-Text-Feld liefert dafür die Vorlage.
Bleiben IPTC-Daten beim Upload auf den Marktplatz erhalten?
Nicht immer. Manche Plattformen entfernen XMP-Daten beim Verarbeiten, Kaufland und Zalando werten eingebettete Kennungen aus, Merchant Center verlangt ausdrücklich, das Feld Digital Source Type nicht zu entfernen. Prüfen Sie nach dem ersten Upload mit einem Metadaten-Editor, was übrig ist, und halten Sie die vollständige Datei in Ihrer Ablage vor.
Kann ich per Metadaten das KI-Training mit meinen Bildern verbieten?
Sie können es erklären: Das Feld Data Mining, seit Standard 2023.1 mit Werten der PLUS-Koalition, nimmt Angaben wie „Prohibited for Generative AI/ML training“ auf (iptc.org, Abruf 20.09.2026). Wirken tut das nur bei Crawlern, die das Feld beachten; ein technischer Schutz ist es nicht, und ob die Erklärung rechtlich als Vorbehalt genügt, klären Sie mit Ihrer Rechtsberatung.
Womit trage ich IPTC-Metadaten in Produktbilder ein?
Mit Bildprogrammen, die IPTC-Felder anzeigen, mit Bildverwaltungen oder per Skript für ganze Serien; Vorlagen füllen wiederkehrende Felder wie Creator, Copyright und Lizenz-URL automatisch. Bei uns werden die Felder in jedem Bild aus der Zuordnungsliste gefüllt, so dass Beschreibung, Artikelnummer und Alt-Text zum Dateinamen passen.
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