Marktplätze und Bildrichtlinien

Amazon-Produktfotos: Welche Richtlinien gelten für Hauptbild und Zusatzbilder?

Von Max, Leitung KundenbetreuungVeröffentlicht Aktualisiert 7 Min. Lesezeit

Amazon verlangt als Hauptbild ein Foto des tatsächlich verkauften Produkts vor reinem Weiß (RGB 255, 255, 255), das mindestens 85 % der Bildfläche füllt und an der längsten Seite mindestens 1.000 Pixel misst. Text, Logos, Wasserzeichen und Requisiten sind dort nicht erlaubt. Zusatzbilder dürfen mehr: Details, Anwendung, Maße und Infografiken (Amazon-Hilfe zu Produktbildern, Stand September 2026).

Drei Ebenen von Regeln

Die Bildregeln von Amazon haben drei Ebenen: technische Vorgaben für jede Datei (Format, Pixel, Farbraum), inhaltliche Vorgaben für das Hauptbild (reines Weiß, nur das Produkt, keine Grafik) und Empfehlungen für die Galerie. Ein Verstoß im Hauptbild wiegt am schwersten, weil Amazon das Angebot dann aus den Suchergebnissen nehmen kann, bis ein regelkonformes Bild vorliegt.

Die Vorgaben stehen in der Seller-Central-Hilfe „Anforderungen an Produktbilder“ und werden durch Styleguides je Kategorie ergänzt. Die Hilfeseite ist nur mit Verkäuferkonto lesbar; die Zahlen in diesem Beitrag entsprechen dem Stand vom September 2026, den Amazon auch in seinen Verkäuferforen wiederholt, etwa im Leitfaden zu Amazons Anforderungen an Produktbilder (Abruf 21.10.2026).

EbeneGilt fürInhalt
Technische Vorgabenjede BilddateiFormat, Pixel, Farbraum
Inhaltliche VorgabenHauptbildreines Weiß, nur das Produkt, keine Grafik
EmpfehlungenGalerieDetails, Anwendung, Maße, Lieferumfang

Hauptbild und Zusatzbilder im Vergleich

Das Hauptbild erscheint in Suchergebnissen, Anzeigen und an erster Stelle der Produktseite; die Zusatzbilder bilden die Galerie dahinter. Für beide gelten dieselben technischen Grenzen, inhaltlich unterscheiden sie sich deutlich:

Das Hauptbild zeigt nur das verkaufte Produkt vor reinem Weiß; die Zusatzbilder dürfen erklären: Details, Anwendung, Maße und Lieferumfang.

Fünfteiliges Servierbesteck aus Edelstahl nebeneinander, Produktbild vor Weiß

Amazon-Produktfotos anfragen

KriteriumHauptbildZusatzbilder
HintergrundReines Weiß, RGB 255, 255, 255, ohne Verlauf oder RandschattenFrei: Umgebung, Anwendung, farbige Flächen
Anteil des ProduktsMindestens 85 % der Bildfläche, Produkt vollständig im BildFrei, das Produkt muss erkennbar bleiben
GrößeMindestens 1.000 Pixel an der längsten Seite für den Zoom, höchstens 10.000 PixelGleiche technische Grenzen
DateiformatJPEG bevorzugt, außerdem TIFF, PNG und GIF; Farbraum RGB (sRGB) oder CMYKWie Hauptbild
Text, Logos, GrafikenNicht erlaubt, auch keine Rahmen, Wasserzeichen oder eingesetzten BilderErlaubt: Infografiken, Maßangaben, Symbole, Vergleichstafeln
Requisiten und ZubehörNur, was im Lieferumfang ist; keine DekorationErlaubt, wenn klar bleibt, was dazugehört
VerpackungNicht sichtbar, außer sie ist ein ProduktmerkmalErlaubt, etwa als Lieferumfang-Bild
AnsichtGanzes Produkt, in der Regel frontal, ohne BeschnittDetails, Rückseite, Innenleben, Anwendung, Größenvergleich
Mehrere Ansichten in einem BildNicht erlaubt, keine CollageMöglich, wenn übersichtlich
Quelle: Amazon Seller Central, Hilfe „Anforderungen an Produktbilder“, bestätigt durch Amazon-Beiträge in den Seller Forums; Stand September 2026. Kategorie-Styleguides können strenger sein.

Warum reines Weiß und 85 Prozent?

Amazon setzt Produktbilder in Suchergebnissen, Anzeigen und Apps auf weiße Flächen. Nur ein Hintergrund mit exakt RGB 255, 255, 255 verschmilzt dort ohne Kante; ein fast weißer Hintergrund aus der Lichtbox steht als grauer Kasten da. Die 85 Prozent sichern, dass das Produkt in der kleinen Suchkachel erkennbar bleibt. Praktisch heißt das: freistellen, Hintergrund auf reines Weiß setzen, so beschneiden, dass das Produkt die Fläche füllt, ohne anzustoßen. Wie ein sauberer Freisteller entsteht, zeigt der Ratgeber zu weißen Produkten vor weißem Hintergrund.

Goldener Armreif mit funkelndem Steinbesatz, freigestellt vor reinem Weiß ohne Schatten
Freisteller vor reinem Weiß, ohne Schatten.

Wir prüfen den Anteil mit einem Raster über dem Bild und beschneiden so, dass zwischen Produkt und Bildrand ein schmaler Rand bleibt. Das Produkt füllt die Kachel, stößt aber nirgends an. Bei Artikeln mit Griff, Henkel oder Kabel entscheidet dieser Rand darüber, ob das Bild noch vollständig wirkt oder angeschnitten.

Größe: 1.000 Pixel für den Zoom, mehr für später

Ab 1.000 Pixeln an der längsten Seite schaltet Amazon den Zoom frei; als optimal nennt Amazon 1.600 Pixel und mehr, die Obergrenze liegt bei 10.000 Pixeln (Stand September 2026). Wir liefern Marktplatzbilder deutlich größer, weil dieselbe Datei dann auch für Shop, Katalog und spätere Regeländerungen reicht. Das Seitenverhältnis ist frei; quadratisch oder leicht hochkant nutzt die Kachel am besten.

Taucheruhr mit Metallarmband, schwarzem Zifferblatt und Drehlünette, freigestellt vor Weiß mit Schatten
Detailansicht: Zifferblatt und Lünette zeigt erst der Zoom.

Produktfotos mit grafischen Elementen: erlaubt, aber nur in der Galerie

Grafische Elemente sind auf Amazon erlaubt, aber nur in den Zusatzbildern. Dort dürfen Sie Maße einzeichnen, Merkmale mit Symbolen erklären, Lieferumfang und Größenvergleiche zeigen und Text ergänzen. Auf dem Hauptbild führt dasselbe Element zur Beanstandung. Diese Trennung ist eine häufige Ursache für Beanstandungen, weil ein bearbeitetes Werbebild an die erste Stelle rutscht.

  • Maßgrafik: Produkt freigestellt mit Bemaßungslinien in Zentimetern, auch auf dem Smartphone lesbar.
  • Merkmal-Infografik: drei bis vier Symbole mit kurzem Text, jedes zeigt auf die Stelle am Produkt.
  • Lieferumfang: alle Teile nebeneinander und beschriftet, damit keine Erwartung enttäuscht wird.
  • Größenvergleich: Produkt neben Hand, Alltagsgegenstand oder Referenzmaß.
  • Anwendungsbild: Produkt in Nutzung, ohne dass Text das Produkt verdeckt.
  • Vergleichstafel: Ausführungen einer Serie in einer Tabelle, wenn Sie mehrere Varianten anbieten.

Für Text im Bild gilt: Er ergänzt das Foto, er ersetzt es nicht. Halten Sie Schrift groß, Kontrast hoch und Aussagen belegbar; Werbeaussagen und Preise gehören nicht ins Bild, weil sie Amazon-Regeln zu Werbebotschaften berühren und schnell veralten.

Bekleidung, Schuhe, Schmuck: Wo Styleguides strenger sind

Für Mode und Accessoires ergänzt Amazon die Grundregeln durch Styleguides je Kategorie:

  • Erwachsenenbekleidung sieht der Styleguide in der Regel am Model vor.
  • Kinderbekleidung wird flach gelegt; Puppen und Bügel sind im Hauptbild vieler Modekategorien nicht vorgesehen.
  • Schuhe stehen als Paar oder Einzelschuh in definierter Perspektive.
  • Schmuck wird ohne Ständer freigestellt.
Blaues Herrensakko mit beigem Innenfutter als Hollowman-Aufnahme, freigestellt vor Weiß
Hollowman-Aufnahme ohne sichtbare Puppe; ob sie als Hauptbild genügt, regelt der Styleguide.

Welche Fassung für Ihre Kategorie gilt, zeigt Seller Central beim Anlegen des Angebots; ein Blick auf den aktuellen Stand lohnt vor jeder Serie.

Schwarze Stiefeletten aus Leder mit Wickelriemen und Absatz, freigestellt vor Weiß
Stiefeletten als Paar vor Weiß; die Perspektive gibt der Styleguide vor.

Checkliste vor dem Upload

  • Hintergrund des Hauptbilds auf RGB 255, 255, 255 geprüft, keine Grauränder aus der Lichtbox.
  • Produkt füllt mindestens 85 % der Bildfläche, ohne an den Rand zu stoßen.
  • Längste Seite mindestens 1.000 Pixel, besser 2.000 Pixel und mehr; höchstens 10.000 Pixel.
  • Dateiformat JPEG, Farbraum sRGB, Datei ohne Ebenen und ohne Transparenz.
  • Hauptbild ohne Text, Logo, Rahmen, Wasserzeichen, Siegel oder eingesetzte Bilder.
  • Nur der Lieferumfang im Bild; Zubehör und Dekoration entfernt, Verpackung nicht sichtbar.
  • Farben mit dem Original abgeglichen, damit jedes Bild seiner Variante entspricht.
  • Zusatzbilder in sinnvoller Reihenfolge: Details, Rückseite, Maße, Anwendung, Lieferumfang.
  • Dateinamen mit Artikelkennung nach Ihrem Schema, damit die Zuordnung im Upload stimmt.
  • Kategorie-Styleguide gelesen, Pflichtansichten für Mode, Schuhe oder Schmuck abgedeckt.
  • Rechte an allen Bildern geklärt, auch an Herstellerbildern und Grafiken.

Häufige Fehler, die Amazon beanstandet

Viele Beanstandungen entstehen nicht durch Unkenntnis der Regeln, sondern durch Details in der Bearbeitung. Diese Punkte fallen im Bildaudit regelmäßig auf:

  • Fast weißer Hintergrund: RGB 250, 250, 250 sieht am Monitor weiß aus, in der Suchkachel aber grau.
  • Zu viel Luft: Das Produkt sitzt klein in der Mitte, weil das Foto ohne Beschnitt hochgeladen wurde.
  • Werbebild an erster Stelle: Infografik oder Lifestyle-Motiv als Hauptbild.
  • Hochgerechnete Dateien: 800 Pixel auf 1.000 Pixel skaliert, unscharf und mit Artefakten.
  • Varianten mit falschem Bild: Rot verkauft, Blau gezeigt.
  • Schatten und Spiegelungen aus dem Set, die als Grau im Hintergrund stehen bleiben.

Bei einem Verstoß im Hauptbild kann Amazon das Angebot aus der Suche nehmen, bis ein regelkonformes Bild vorliegt; bei Zusatzbildern wird meist nur das einzelne Bild entfernt. Beides kostet Sichtbarkeit und Zeit.

Grenzen: KI-Bilder, Herstellerbilder, Rechte

Nach Lesart der Amazon-Hilfe muss das Hauptbild das tatsächlich verkaufte Produkt zeigen. Ein vollständig KI-erzeugtes Hauptbild erfüllt das nach unserem Verständnis nicht. Bilder mit fotorealistischen KI-Personen müssen seit Juli 2026 über ein Metadaten-Schlüsselwort gekennzeichnet werden (Amazon-Mitteilung an Verkäufer vom 23.07.2026). Für Zusatzbilder sind KI-Szenen um das echte Produkt möglich, wenn die Kennzeichnung stimmt; wie das aussieht, erklärt die Seite zu KI-generierten Produktbildern.

Herstellerbilder dürfen Sie nur nutzen, wenn der Hersteller die Nutzung auf Amazon erlaubt; bei gemeinsam genutzten Produktseiten kann ein anderer Anbieter das Hauptbild stellen. Eigene Aufnahmen mit eingetragenen IPTC-Rechten sind der sicherere Weg. Ob Ihre Kategorie zusätzliche Ansichten verlangt, etwa Sicherheitshinweise und Herstellerangaben nach der Produktsicherheitsverordnung, hängt von Warengruppe und Stand der Marktplatzregeln ab.

Eigene Aufnahmen des echten Produkts mit eingetragenen Rechten sind der sichere Weg; KI-Szenen bleiben den Zusatzbildern vorbehalten und werden gekennzeichnet.

Dashcam-Set mit Monitor, Kamera, Saugnapfhalterung, Kabeln und Kfz-Stecker, Produktbild vor Weiß
BildquelleEinordnung laut Beitrag
Eigene Aufnahme des echten Produktsmit eingetragenen Rechten der sichere Weg, auch für das Hauptbild
Vollständig KI-erzeugtes Hauptbilderfüllt die Vorgabe nach unserem Verständnis nicht
KI-Szene um das echte Produktnur in Zusatzbildern, gekennzeichnet
Herstellerbildnur, wenn der Hersteller die Nutzung auf Amazon erlaubt

Amazon-fertige Bildsätze aus dem Studio

Wir fotografieren und bearbeiten Produktbilder nach den Amazon-Regeln und prüfen jeden Bildsatz vor der Lieferung dagegen: Hauptbild vor reinem Weiß mit geprüftem Anteil, Zusatzbilder mit Details, Maßgrafik und Anwendung, dazu das Datenpaket mit Dateinamen nach Artikelnummer. Was dazugehört, steht auf der Seite Amazon- und eBay-Produktfotos; die Abrechnung erklärt die Seite Preise pro Bild. Bestehende Listings prüfen wir in einem Bildaudit für Marktplätze gegen die aktuelle Fassung der Regeln.

Schicken Sie uns Artikelnummer und Kategorie, wir nennen Ihnen die Pflichtansichten und ein Angebot mit dem Preis pro Bild.

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Kurz gefasst

Das Amazon-Hauptbild zeigt nur das verkaufte Produkt vor reinem Weiß, füllt mindestens 85 % der Fläche und misst mindestens 1.000 Pixel. Text, Logos, Wasserzeichen, Requisiten und Verpackung sind im Hauptbild verboten, in Zusatzbildern erlaubt. Grafische Elemente wie Maßangaben und Infografiken gehören ab der zweiten Position in die Galerie. Kategorie-Styleguides für Mode, Schuhe und Schmuck ergänzen die Grundregeln und ändern sich häufiger. Ein Verstoß im Hauptbild kann das Angebot aus der Suche nehmen; ein Audit vor dem Upload vermeidet das.

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Antworten auf die Fragen, die Händler und Hersteller uns am häufigsten stellen.

  • Welche Größe müssen Amazon-Produktbilder haben?

    Mindestens 1.000 Pixel an der längsten Seite, damit der Zoom funktioniert; Amazon nennt 1.600 Pixel und mehr als optimal, die Obergrenze liegt bei 10.000 Pixeln (Amazon-Hilfe, Stand September 2026). Wir liefern in der Regel 2.000 Pixel und mehr, damit dieselbe Datei auch für Shop und Katalog reicht. Das Seitenverhältnis ist frei; quadratische Bilder nutzen die Suchkachel am besten.

  • Welche Richtlinien gelten für das Amazon-Hauptbild?

    Das Hauptbild zeigt nur das verkaufte Produkt vor reinem Weiß (RGB 255, 255, 255), füllt mindestens 85 % der Fläche und enthält keinen Text, kein Logo, keine Rahmen und keine Requisiten. Verpackung bleibt außen vor, außer sie ist ein Merkmal. Für Bekleidung, Schuhe und Schmuck gelten zusätzlich Styleguides je Kategorie, die Model, Perspektive und Ansichten vorgeben.

  • Sind Produktfotos mit grafischen Elementen für Amazon erlaubt?

    Ja, in den Zusatzbildern: Maßangaben, Infografiken, Symbole, Größenvergleiche und Text sind dort zulässig, solange das Produkt erkennbar bleibt. Auf dem Hauptbild sind dieselben Elemente verboten. Setzen Sie Grafiken deshalb ab der zweiten Position ein und halten Sie Schrift so groß, dass sie auf dem Smartphone lesbar ist.

  • Welches Dateiformat verlangt Amazon für Produktbilder?

    Amazon bevorzugt JPEG; TIFF, PNG und GIF werden ebenfalls angenommen, Farbraum RGB oder CMYK (Amazon-Hilfe, Stand September 2026). In der Praxis liefert ein JPEG in sRGB mit hoher Qualitätsstufe die verlässlichsten Ergebnisse: kleine Datei, keine Transparenz, keine Ebenen. Der Dateiname sollte die Artikelkennung enthalten, damit die Zuordnung beim Upload stimmt.

  • Was ist mit Amazon-Produktbildoptimierung gemeint?

    Gemeint ist die Arbeit an der gesamten Galerie: ein regelkonformes Hauptbild, danach Zusatzbilder in einer Reihenfolge, die Fragen der Käufer beantwortet, etwa Maße, Details, Anwendung und Lieferumfang. Dazu gehören Lesbarkeit auf dem Smartphone, konsistente Farben über alle Varianten und Bilder, die zur Suchanfrage passen. Markeninhaber können Bildvarianten in Seller Central gegeneinander testen.

  • Was passiert, wenn ein Bild die Amazon-Anforderungen nicht erfüllt?

    Amazon kann das Angebot aus der Suche nehmen, bis ein regelkonformes Hauptbild vorliegt; einzelne Zusatzbilder werden meist nur entfernt. In Seller Central erscheint ein Hinweis mit dem Grund. Nach dem Austausch läuft die Prüfung erneut, was Sichtbarkeit kostet. Ein Bildaudit vor dem Upload spart deshalb Zeit gegenüber einer Korrektur im laufenden Verkauf.

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