Welche Dateiformate und Auflösungen brauchen Produktbilder?
Von Kevin, FotografVeröffentlicht Aktualisiert 7 Min. Lesezeit
Als Dateiformat für Produktbilder reicht für Shop und Marktplatz in fast allen Fällen ein JPG in sRGB mit genügend Pixeln auf der langen Seite. PNG brauchen Sie nur für transparente Freisteller, TIFF für Druck und Archiv, WebP dort, wo der Kanal es annimmt. RAW bleibt im Studio, weil kein Kanal es liest.
Streit gibt es in der Praxis selten um das Format, fast immer um Pixelmaß und Farbraum.
Dateiformate für Produktbilder: welcher Kanal liest welches Format
Ein Dateiformat ist ein Behälter mit Regeln für Kompression, Farbtiefe und Transparenz. Welches Sie brauchen, entscheidet der Kanal, der die Datei lesen muss.
| Format | Stärke | Web (eigener Shop) | Marktplatz | Druck und Archiv |
|---|---|---|---|---|
| JPG (JPEG) | Klein, überall lesbar, sRGB-Profil einbettbar | Standard für Produktfotos | Von allen genannten Kanälen angenommen | Nur als Druck-JPG in höchster Qualitätsstufe |
| PNG | Verlustfrei, Transparenz | Freisteller ohne Hintergrund, Grafiken, Konfiguratoren | Angenommen, vor Weiß aber ohne Vorteil und um ein Vielfaches größer | Ungeeignet, kein CMYK |
| TIFF | Verlustfrei, Ebenen, CMYK | Zu groß für den Browser | Amazon, eBay, Kaufland, Merchant Center ja; OTTO und Zalando nein | Standard für Katalogdruck und Archiv |
| WebP | Kleiner als JPG, Transparenz | Gut, wenn das Shopsystem es selbst erzeugt | eBay, Kaufland, Merchant Center ja; Amazon, Zalando, OTTO nein | Ungeeignet |
| HEIC, AVIF | Besonders kleine Dateien | Abhängig von Browser und System | Nur eBay; Shopify nimmt HEIC an | Ungeeignet |
| RAW (CR3, NEF, ARW, DNG) | Sensor-Rohdaten mit voller Bearbeitungsreserve | Kein Browser zeigt es an | Kein Marktplatz nimmt es an | Digitales Negativ im Studioarchiv |
Was die Kanäle konkret verlangen (Stand September 2026)
Das Format allein entscheidet nicht; jeder Kanal setzt zusätzlich eine Mindestgröße, ein Seitenverhältnis oder eine Dateigrenze.
Jeder Kanal legt neben dem Format auch Mindestgröße, Seitenverhältnis und Dateigrenze fest; die sichere Lieferform für Marktplätze bleibt JPG in sRGB.

| Kanal | Formate | Größe | Dateigröße und Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Amazon | JPEG, TIFF, PNG, nicht animiertes GIF | Mindestens 1.000 px längste Seite; Zoom laut Kategorie-Style-Guides ab 1.600 px | Hauptbild vor Reinweiß, Produkt füllt mindestens 85 % der Bildfläche; die Style Guides Uhren und Schuhe nennen 3:4 |
| eBay | JPEG, PNG, GIF, TIFF, BMP, WEBP, HEIC, AVIF | Mindestens 500 × 500 px, empfohlen etwa 1.600 × 1.600 px | Bis 12 MB je Bild, bis 24 Bilder je Angebot; keine Rahmen, kein Text, keine Wasserzeichen |
| Zalando | JPG | Seitenverhältnis 1:1,44; mindestens 762 × 1.100 px, empfohlen 1.801 × 2.600 px | Bis 20 MB; Packshot vor #FFFFFF, Modelbild vor #F1F1F1; meist drei konforme Bilder je Artikel |
| OTTO Market | JPG, PNG | Mindestens 500 px kurze und 1.000 px lange Seite, längste Seite höchstens 4.500 px | Bis 25 MB; nur RGB, CMYK wird abgelehnt; Dateinamen ohne Umlaute und Sonderzeichen; Produkt füllt 85 bis 95 % der Bildfläche |
| Kaufland Global Marketplace | PNG, JPG, JPEG, WebP, TIFF, GIF | Mindestens 1.024 px, für den Zoom mindestens 2.048 px | Bis 10 MB; fünf bis zehn Bilder empfohlen; erstes Bild vor Weiß, kein Text, keine Maßangaben im Bild |
| Google Merchant Center | JPEG, WebP, PNG, GIF, BMP, TIFF | Ab 31.01.2027 mindestens 500 × 500 px, empfohlen mindestens 1.500 × 1.500 px | Bis 16 MB und 64 Megapixel; kein Text, kein Logo, kein Wasserzeichen; Warnungen seit Juli 2026 |
| Shopify (eigener Shop) | JPEG, PNG, WebP, HEIC, TIFF, BMP, GIF, SVG, PSD | Bis 5.000 × 5.000 px oder 25 Megapixel; quadratisch 2.048 × 2.048 px empfohlen | Unter 20 MB; einheitliches Seitenverhältnis für Kollektionsseiten |
PNG oder JPG für Produktbilder?
JPG. Für ein Produktfoto vor weißem Hintergrund bringt PNG keinen sichtbaren Vorteil, aber ein Vielfaches an Dateigröße, und der Marktplatz komprimiert beim Hochladen ohnehin neu. PNG ist richtig, wenn der Hintergrund transparent bleiben muss: für Freisteller auf farbigen Flächen, Konfiguratoren und Grafiken mit harten Kanten.
Am häufigsten kommen PNG-Dateien für eine ganze Serie vor Weiß bei uns an, meist weil im Shopsystem irgendwann jemand PNG eingestellt hat. Wir liefern in solchen Fällen beides: den Freisteller als PNG für Layout und Konfigurator, das Kanalbild als JPG. Wer nur PNG hochlädt, schiebt ein Vielfaches an Daten durch die Leitung, das der Marktplatz beim Import ohnehin neu komprimiert.

JPG komprimiert verlustbehaftet, aber steuerbar; in hoher Qualitätsstufe bleibt der Verlust unsichtbar. Jede erneute Speicherung addiert jedoch Artefakte, deshalb liefern wir ein Master und daraus abgeleitete Kanalversionen, statt eine Datei mehrfach zu überschreiben.
WebP: klein, aber nicht überall willkommen
WebP spart gegenüber JPG Speicher bei gleicher Bildwirkung und beherrscht Transparenz. Aktuelle Shopsysteme erzeugen es beim Ausliefern selbst aus dem JPG. Für Marktplätze bleibt JPG die sichere Wahl, weil Amazon, Zalando und OTTO WebP laut ihren Hilfeseiten nicht annehmen (Abruf 20.09.2026).
Auflösung und Bildgröße: Pixel zählen, nicht dpi
Am Bildschirm zählt allein die Pixelzahl der langen Seite; die dpi-Angabe in der Datei ist dort bedeutungslos. Erst im Druck rechnet die Druckerei Pixel gegen Zentimeter, und die Vorgabe dafür kommt von ihr.
Der entscheidende Treiber ist der Zoom. Amazon nennt dafür allgemein 1.000 Pixel an der längsten Seite, die Kategorie-Style-Guides Uhren und Schuhe verlangen 1.600 Pixel. Kaufland schaltet den Zoom ab 2.048 Pixeln frei, das Merchant Center empfiehlt mindestens 1.500 × 1.500 Pixel (Abruf 20.09.2026). Welche Kantenlänge je Shopsystem sinnvoll ist, steht im Ratgeber Bildgröße für Produktfotos im Onlineshop. Wir fotografieren mit Reserve über dem größten Kanal, damit Ausschnitte und spätere Anzeigenformate ohne Neuaufnahme entstehen.

Seitenverhältnis je Kanal
Das Seitenverhältnis trennt die Kanäle stärker als das Format: Zalando verlangt Hochformat 1:1,44, die Amazon-Style-Guides für Uhren und Schuhe nennen 3:4, Shopify empfiehlt quadratische Bilder mit einheitlichem Verhältnis (Abruf 20.09.2026). Deshalb entsteht im Studio ein Master mit Luft um das Produkt, aus dem wir je Kanal beschneiden.
Farbraum und Profil: sRGB, eingebettet
Zwei Muster tauchen beim Farbraum ständig auf: Exporte in Adobe RGB ohne eingebettetes Profil, die im Browser flau aussehen, und Dateien aus einem Druck-Workflow in CMYK, die der Import ablehnt. Wir stellen den Export deshalb fest auf sRGB mit Profil und prüfen den Farbraum am Ende der Kette noch einmal, nicht nur am Anfang.
Produktbilder für Web und Marktplatz gehören in sRGB mit eingebettetem Profil. Das CSS-Farbmodul des W3C legt fest, dass Bilder ohne Profil im Browser als sRGB behandelt werden (Candidate Recommendation Draft, Stand 13.09.2026); ein Adobe-RGB-Bild ohne Profil wird deshalb flau angezeigt. OTTO Market nimmt nur RGB an und lehnt CMYK ab (Onboarding-Guide, Januar 2026). Wie die Farbe von der Graukarte bis zum Export treu bleibt, erklärt der Ratgeber Farbtreue bei Produktfotos.
| Muster | Folge | Abhilfe |
|---|---|---|
| Adobe RGB ohne eingebettetes Profil | Browser behandelt es als sRGB, Farben wirken flau | Export fest auf sRGB mit eingebettetem Profil |
| CMYK aus einem Druck-Workflow | Import abgelehnt; OTTO Market nimmt nur RGB an | Export fest auf sRGB; CMYK nur für den Druck, mit dem Profil der Druckerei |
Katalog und Druck: TIFF, CMYK und Beschnitt
Katalogfotos brauchen ein anderes Paket: TIFF oder ein JPG in höchster Qualitätsstufe, die Auflösung nach Vorgabe der Druckerei im Endformat und die Umwandlung nach CMYK erst am Schluss mit deren Profil. Freisteller für das Layout liefern wir mit Beschneidungspfad oder als PSD mit Ebenen; das RGB-Master bleibt erhalten, weil sich CMYK nicht verlustfrei zurückwandeln lässt. Für das Archiv gilt: ein verlustfreies Master je Bild, dazu die Kanalversionen als JPG.

Häufige Fehler bei Dateiformaten
- PNG für alle Produktbilder: ein Vielfaches an Dateigröße ohne sichtbaren Gewinn.
- JPG mehrfach neu gespeichert: jede Runde addiert Artefakte an Kanten und in Verläufen.
- Adobe RGB oder ProPhoto RGB ohne Profil exportiert: die Farben kippen im Browser ins Flaue.
- Kleine Datei hochgerechnet, um eine Untergrenze zu erreichen: der Zoom zeigt Unschärfe.
- Dateinamen mit Umlauten und Leerzeichen: OTTO verarbeitet sie nicht, Importe brechen ab.
- Seitenverhältnis des Kanals ignoriert: der Marktplatz beschneidet automatisch und schneidet das Produkt an.
Ein Fall, der regelmäßig auf unserem Tisch landet: Der Händler schickt Bilder, die er aus der Shop-Vorschau gezogen hat, und die Datei ist genau so groß wie das Miniaturbild im Katalog. Hochrechnen hilft dann nicht, weil Kanten und Verpackungsschrift weich werden und die Zoomansicht das gnadenlos zeigt. Wir bekommen in solchen Fällen lieber den Artikel selbst als die alte Datei; eine neue Aufnahme ist der kürzere Weg als jede Reparatur am Pixel.
Die typischen Fehler passieren beim Export: falsches Format, mehrfach gespeichert, ohne Profil, hochgerechnet oder im falschen Seitenverhältnis. Freisteller mit Transparenz sind der eine Fall, in dem PNG die richtige Wahl ist.

So liefern wir Formate im Datenpaket
Aus jeder Aufnahme entsteht ein Master und daraus je Kanal die passende Datei: Format, Seitenverhältnis, Pixelmaß, Dateigröße und Dateiname nach dessen Vorgabe. Das Datenpaket zum Produktbild enthält dazu die Zuordnungsliste Artikelnummer zu Datei zu Ansicht; IPTC-Metadaten und der C2PA-Herkunftsnachweis stecken in jedem Bild. Für Packshots aus dem Studio heißt das: Hauptbild vor Reinweiß im größten verlangten Maß, Zusatzansichten im gleichen Raster, PNG nur dort, wo Transparenz gebraucht wird.

Sie nennen Artikel und Kanalmix, wir liefern die Formate dazu: zum Preis pro Bild, ohne Stundensatz.
Anfrage sendenKurz gefasst
JPG in sRGB mit eingebettetem Profil ist das Lieferformat für Shop und Marktplatz. PNG nur für Transparenz, TIFF für Druck und Archiv, WebP nur dort, wo der Kanal es annimmt; RAW ist kein Lieferformat. Entscheidend sind Pixelmaß und Seitenverhältnis je Kanal, nicht die dpi-Zahl. Die Vorgaben der Kanäle ändern sich; wir prüfen sie vor jeder Lieferung und liefern je Kanal die passende Datei im Datenpaket.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Antworten auf die Fragen, die Händler und Hersteller uns am häufigsten stellen.
Welches Dateiformat ist für Produktbilder am besten?
JPG in sRGB mit eingebettetem Profil und genügend Pixeln auf der langen Seite. Es wird von jedem Shopsystem und Marktplatz gelesen, bleibt klein und zeigt Produktfotos ohne sichtbaren Verlust. PNG lohnt sich nur für transparente Freisteller, TIFF für Druck und Archiv; wichtiger als das Format sind Pixelmaß und Farbraum.
PNG oder JPG für Produktbilder?
JPG, sobald das Bild einen Hintergrund hat. PNG speichert verlustfrei und kann Transparenz, ist aber um ein Vielfaches größer und bringt vor weißem Hintergrund keinen sichtbaren Vorteil; der Marktplatz komprimiert ohnehin neu. PNG bleibt die Wahl für Freisteller ohne Hintergrund, Konfiguratoren und Grafiken mit harten Kanten.
Welche Bildgröße brauchen Produktfotos für den Onlineshop?
So viele Pixel, wie der größte Kanal Ihres Mixes verlangt, plus Reserve für Zoom und Ausschnitte. Shopify empfiehlt für quadratische Bilder 2.048 × 2.048 Pixel, Kaufland schaltet den Zoom ab 2.048 Pixeln frei, Amazon laut Style Guides ab 1.600 Pixeln (Abruf 20.09.2026). Die dpi-Angabe spielt am Bildschirm keine Rolle.
Nimmt Amazon WebP-Bilder an?
Nein. Nach dem Amazon-Leitfaden zu Produktbildern sind JPEG, TIFF, PNG und nicht animiertes GIF zulässig (Abruf 20.09.2026). WebP nehmen eBay, Kaufland, das Merchant Center und Shopify an. Für Marktplätze bleibt JPG die sichere Lieferform; Ihr Shopsystem kann daraus beim Ausliefern selbst WebP erzeugen.
Bekomme ich auch die RAW-Dateien?
RAW-Dateien sind unbearbeitete Sensordaten und kein Lieferformat: Kein Browser und kein Marktplatz zeigt sie an, und die Bearbeitung steckt im Rezept daneben, nicht in der Datei. Wir archivieren die Rohdaten und liefern bearbeitete Master als TIFF oder JPG; ob und wie lange Rohdaten herausgegeben werden, regelt das Angebot.
Welche Auflösung brauchen Katalogfotos für den Druck?
Die Auflösung, die Ihre Druckerei für das Endformat vorgibt; sie hängt von Druckverfahren und Papier ab. Deshalb fragen wir vor der Lieferung das größte geplante Druckformat ab und liefern TIFF oder Druck-JPG in RGB mit Profil; die Umwandlung nach CMYK erfolgt mit dem Profil der Druckerei.
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Leistung dazu
PackshotsPackshotsFreigestellt auf Weiß, farbtreu und einheitlich, konform zum Amazon-Hauptbild.Mehr erfahren
DatenpaketDatenpaketIPTC, C2PA-Nachweis und GPSR-Bildsatz zu jedem Artikel.Mehr erfahren
PreisePreiseFreisteller und Hollowman zum Preis pro Bild, Pakete für KI-Szenen und Amazon.Mehr erfahren
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