Marktplätze und Bildrichtlinien
Welche Größe und welches Seitenverhältnis brauchen Produktfotos im Onlineshop?
Von Max, Leitung KundenbetreuungVeröffentlicht Aktualisiert 7 Min. Lesezeit
Produktfotos für den eigenen Onlineshop laden Sie als ein großes Masterbild hoch, aus dem das Shopsystem alle kleineren Ansichten selbst berechnet: quadratisch oder in einem festen Hochformat, in sRGB, als JPG oder WebP.
Als Richtwert für die Kantenlänge dient die Shopify-Empfehlung von 2.048 × 2.048 Pixeln (Shopify-Hilfe, Abruf 20.09.2026); damit liegen Sie auch bei Shopware und WooCommerce über allen Standardgrößen und haben Reserve für den Zoom.
Ein Masterbild, viele Ableitungen
Kein Shopsystem zeigt Ihr Originalbild eins zu eins. Shopify, Shopware und WooCommerce legen beim Hochladen mehrere verkleinerte Kopien an: für die Kategorieübersicht, die Produktseite, die Galerie-Miniaturen und den Zoom. Sie liefern also nicht für jede Stelle eine eigene Datei, sondern ein Bild, das groß genug für die größte Ansicht ist und das richtige Seitenverhältnis hat.

Daraus folgt die Reihenfolge der Entscheidungen: erst das Seitenverhältnis, dann die Kantenlänge, dann Format und Dateigröße. Wer sie in dieser Reihenfolge trifft, muss später nichts neu zuschneiden.
Schritt 1: Seitenverhältnis festlegen
Quadratisch für gemischte Sortimente, Hochformat für Mode und Schuhe; ein Verhältnis je Kategorie, in allen Bildern gleich.
Schritt 2: Kantenlänge wählen
Größer als die größte Ansicht im Theme, mit Reserve für Zoom und hochauflösende Displays; das Shopsystem rechnet herunter, nie hinauf.
Schritt 3: Format und Dateigröße bestimmen
JPG oder WebP in sRGB, so klein, wie es die Qualität zulässt; das Master wird verlustfrei getrennt archiviert.
Produktfotos im Onlineshop: Empfehlungen je Shopsystem
Die Tabelle zeigt drei verschiedene Logiken: Shopify nennt Obergrenze und Empfehlung, Shopware definiert Miniaturgrößen, aus denen sich die Mindestgröße des Masters ableitet, WooCommerce arbeitet mit Theme-abhängigen Breiten und lässt den Zuschnitt wählen.
Gemeinsam ist allen: Das System rechnet herunter, nie hinauf. Ein Master, das größer ist als die größte Miniatur, ist deshalb in jedem der drei Systeme richtig; ein zu kleines Bild wird überall unscharf.
Wir prüfen vor einer Serie, welche Größen das eingesetzte Theme tatsächlich ausgibt, und verlassen uns nicht auf die Standardwerte aus der Hilfe des Shopsystems. Ein installiertes Theme setzt eigene Bildgrößen, und die stehen in keiner Herstellerdokumentation. Am schnellsten geht das mit einer Testdatei: hochladen, Kategorieseite, Produktseite und Zoom am Telefon ansehen, dann die Kantenlänge festlegen.
Alle Shopsysteme rechnen herunter, nie hinauf: Ein Master, das größer ist als die größte Miniatur, ist in jedem System richtig.

| Shopsystem | Größe | Seitenverhältnis | Format | Dateigröße und Grenzen |
|---|---|---|---|---|
| Shopify | Empfohlen 2.048 × 2.048 px für quadratische Bilder; angenommen bis 5.000 × 5.000 px oder 25 Megapixel | Einheitlich für alle Hauptbilder, sonst frei | PNG oder JPEG (Shopify nennt PNG zuerst); WebP, GIF, HEIC und weitere akzeptiert | Unter 20 MB je Datei |
| Shopware 6 | Master oberhalb der größten Standard-Miniatur, also über 1.920 px Kantenlänge | Frei wählbar, im Theme festgelegt; ein Verhältnis je Kategorie | jpg, png, webp, gif und weitere | Miniaturen in 400, 800 und 1.920 px werden erzeugt; keine Obergrenze in der Dokumentation genannt |
| WooCommerce | Standard: Einzelbild 600 px breit, Katalogbild 300 px, Galerie-Miniatur 100 × 100 px; das Theme kann eigene Werte setzen | Wahl zwischen 1:1, eigenem Verhältnis und unbeschnitten | JPEG, PNG oder WebP nach WordPress-Einstellung | Grenze durch den Webserver, nicht durch WooCommerce |
| Google Merchant Center (Shopping-Feed aus dem Shop) | Mindestens 500 × 500 px; kleinere Bilder (bisher 100 × 100 px, Bekleidung 250 × 250 px) werden ab 31.01.2027 abgelehnt; empfohlen 1.500 × 1.500 px | Kein festes Verhältnis, Produkt klar erkennbar | JPEG, WebP, PNG, GIF, BMP, TIFF | Bis 16 MB und 64 Megapixel; kein Werbetext, keine Wasserzeichen, keine Rahmen |
| Eigenes System oder Katalog-Export | Master mit Reserve, mindestens die doppelte Anzeigegröße für Zoom und hochauflösende Displays | Wie im Shopdesign festgelegt | Master als TIFF oder PNG archivieren, Web-Ableitung als JPG oder WebP | Web-Ableitung so klein, wie es die Bildqualität zulässt |
Seitenverhältnis: quadratisch oder hochkant?
Quadratisch ist die sichere Wahl für gemischte Sortimente, weil flache, hohe und breite Artikel im selben Rahmen Platz finden und die Kategorieseite ruhig wirkt. Mode und Schuhe profitieren vom Hochformat: Zalando gibt für seinen Marktplatz 1:1,44 vor (Partner University, Abruf 20.09.2026), und viele Shop-Themes im Modebereich sind auf ähnliche Hochformate ausgelegt. Entscheidend ist nicht, welches Verhältnis Sie wählen, sondern dass Sie es innerhalb einer Kategorie nicht mischen.

Das Verhältnis wird bei der Aufnahme festgelegt, nicht in der Bildbearbeitung: Ein Artikel, der im Hochformat bis zum Rand fotografiert wurde, lässt sich nicht verlustfrei quadratisch beschneiden. Wer Shop und Marktplatz aus einem Bildsatz bedienen will, fotografiert mit Reserve rund um das Produkt und leitet die Ausschnitte daraus ab; wie das im Datenpaket zum Produktbild organisiert wird, steht dort.
Wir fotografieren deshalb grundsätzlich mit Reserve rund um den Artikel, auch wenn ein Auftrag ausdrücklich nur für den eigenen Shop kommt. Der Grund liegt in der Erfahrung: Derselbe Bildsatz landet später meist doch auf einem Marktplatz mit anderem Seitenverhältnis oder in einem Newsletter im Querformat. Aus einem Bild mit Reserve entstehen diese Ausschnitte in Minuten, aus einem randvoll beschnittenen Bild nur mit Neuaufnahme oder gebautem Hintergrund. Welche Verhältnisse die Plattformen verlangen, vergleicht der Beitrag zu den Bildvorgaben der Marktplätze.
Auflösung, Zoom und hochauflösende Displays
Zoom funktioniert nur, wenn das Bild mehr Pixel hat, als die Produktseite anzeigt; Marktplätze koppeln die Zoomfunktion deshalb an Mindestgrößen, Kaufland zum Beispiel an 2.048 Pixel in Höhe oder Breite (Produktdaten-Guideline, Abruf 20.09.2026). Für den eigenen Shop gilt dieselbe Logik: Nehmen Sie die größte Darstellung im Theme mal zwei, weil Displays mit hoher Pixeldichte die doppelte Auflösung anfordern, und legen Sie den Zoom obendrauf.

Dateiformat, Farbraum und Dateigröße
- JPG bleibt der Standard für Fotos vor Weiß: kleine Dateien, überall lesbar, bei hoher Qualitätsstufe ohne sichtbare Artefakte.
- WebP spart gegenüber JPG bei gleicher Qualität Speicher und wird von Shopify, Shopware und WordPress verarbeitet; viele Systeme wandeln JPG ohnehin selbst in WebP um.
- PNG nur, wenn Transparenz gebraucht wird, etwa für Freisteller auf farbigen Flächen; für Fotos ist PNG unnötig groß.
- Farbraum sRGB, immer. Adobe RGB oder CMYK werden im Browser flau oder falsch dargestellt; OTTO Market lässt laut Onboarding-Guide nur RGB zu (Abruf 20.09.2026).
- Dateigröße: so klein, wie es die Qualität zulässt. Große Dateien verlangsamen die Seite; Shopify akzeptiert zwar bis zu 20 MB, die Produktseite braucht einen Bruchteil davon.
- Metadaten: IPTC-Felder mit Urheber und Artikelnummer bleiben im Master; ob der Shop sie beim Erzeugen der Miniaturen entfernt, prüfen Sie einmal an einer Testdatei.
- Dateinamen ohne Umlaute, Leerzeichen und Sonderzeichen, mit Artikelnummer und Ansicht, zum Beispiel 4711-01.jpg; das erleichtert Import und Zuordnung.

Checkliste vor dem Hochladen
- Ein Seitenverhältnis je Kategorie festgelegt und in allen Bildern eingehalten
- Masterbild größer als die größte Ansicht im Theme, mit Reserve für Zoom und hochauflösende Displays
- Hauptbild vor reinem Weiß oder auf dem Hintergrund, den das Shopdesign vorsieht, in allen Artikeln gleich
- Farbraum sRGB, 8 Bit je Kanal, Farbprofil eingebettet
- Web-Ableitung als JPG oder WebP mit möglichst kleiner Dateigröße, Master getrennt archiviert
- Dateinamen nach Schema mit Artikelnummer und Ansicht
- Alt-Texte je Bild vorbereitet, aus dem Bildinhalt formuliert, nicht aus dem Dateinamen
- Eine Testdatei hochgeladen und Kategorieseite, Produktseite und Zoom auf dem Handy geprüft

Häufige Fehler
- Bilder direkt aus der Kamera hochladen: Die Dateien sind zu groß, die Seite wird langsam, und das Shopsystem schneidet nach seinem Raster, nicht nach dem Produkt.
- Gemischte Seitenverhältnisse in einer Kategorie: Die Kacheln springen in der Höhe, das Sortiment wirkt unruhig.
- Zu kleine Herstellerbilder: Sie reichen selten für Zoom und hochauflösende Displays und sind oft nicht für Ihren Shop lizenziert.
- Text, Logos oder Rabattsticker im Bild: Im Shop erlaubt, aber sobald das Bild in den Shopping-Feed geht, verstößt es gegen die Regeln des Merchant Centers.
- Kein Farbmanagement: Ohne sRGB und ohne Farbabgleich am Originalmuster weichen Farben ab, und Farbabweichung ist ein häufiger Retourengrund.
Zu den Rechten an Herstellerbildern: Herstellerbilder verwenden.
Ein Seitenverhältnis je Kategorie, ein sauber komprimiertes Web-Bild und der Farbabgleich am Original vermeiden die häufigsten Fehler.

Was das für die Aufnahme bedeutet
Größe und Verhältnis sind keine Nachbearbeitung, sondern Teil des Aufnahmeplans: Kamera, Abstand und Ausschnitt werden so gesetzt, dass jeder Artikel einer Kategorie denselben Füllgrad im gleichen Rahmen hat. Bei der Packshot-Fotografie im Studio legen wir Seitenverhältnis, Füllgrad und Hintergrund vor der Serie am Testartikel fest. Master und Web-Ableitungen liefern wir nach Ihrem Namensschema und mit Datenpaket; abgerechnet wird zum Preis pro Bild.

Nennen Sie Shopsystem, Warengruppe und Stückzahl; wir schlagen Ausschnitt und Ableitungen vor.
Anfrage sendenKurz gefasst
Ein Masterbild je Ansicht genügt; das Shopsystem berechnet alle kleineren Ableitungen selbst. Als Kantenlänge gilt die Shopify-Empfehlung von 2.048 × 2.048 Pixeln (Abruf 20.09.2026) als Richtwert, der auch Shopware und WooCommerce abdeckt. Das Seitenverhältnis wird je Kategorie einmal festgelegt und bei der Aufnahme eingehalten, nicht nachträglich zugeschnitten. Format JPG oder WebP in sRGB, Master verlustfrei archiviert, Dateinamen mit Artikelnummer. Wer Shop und Marktplatz aus einem Bildsatz bedient, fotografiert mit Reserve um das Produkt.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Antworten auf die Fragen, die Händler und Hersteller uns am häufigsten stellen.
Welche Größe sollten Produktfotos für den Onlineshop haben?
Laden Sie ein Masterbild hoch, das größer ist als die größte Darstellung Ihres Themes, mit Reserve für Zoom und hochauflösende Displays. Shopify empfiehlt 2.048 × 2.048 Pixel (Abruf 20.09.2026), Shopware erzeugt Miniaturen bis 1.920 Pixel; wer darüber liegt, ist in beiden Systemen auf der sicheren Seite. Mehr Pixel als nötig bringen dem Kunden nichts.
Welches Seitenverhältnis ist für Produktbilder im Onlineshop richtig?
Quadratisch für gemischte Sortimente, Hochformat für Mode und Schuhe. Wichtiger als die Wahl ist die Konsequenz: ein Verhältnis je Kategorie, in allen Artikeln gleich, damit die Kacheln der Kategorieseite in einer Höhe stehen. Das Verhältnis wird bei der Aufnahme festgelegt, weil sich ein randvoll fotografiertes Hochformat nicht verlustfrei quadratisch beschneiden lässt.
Wie groß dürfen Bilder in Shopify sein?
Shopify akzeptiert laut Hilfe bis 5.000 × 5.000 Pixel oder 25 Megapixel und Dateien unter 20 MB (Abruf 20.09.2026). Ausreizen müssen Sie das nicht: Für quadratische Bilder empfiehlt Shopify 2.048 × 2.048 Pixel, und eine Web-Ableitung als JPG oder WebP lädt deutlich schneller als ein unkomprimiertes Original.
Reichen 1.000 Pixel für Produktbilder im Shop?
Für kleine Darstellungen ja, für Zoom und hochauflösende Displays meist nicht. Ein Bild mit 1.000 Pixeln Kantenlänge bleibt auf einem Display mit doppelter Pixeldichte nur bis 500 Pixel Anzeigebreite scharf. Marktplätze setzen für die Zoomfunktion höhere Grenzen, Kaufland etwa 2.048 Pixel (Abruf 20.09.2026); für den eigenen Shop ist das eine gute Richtgröße.
JPG, PNG oder WebP: welches Format für Produktfotos im Shop?
JPG oder WebP für Fotos, PNG nur bei Transparenz. WebP liefert bei gleicher Qualität kleinere Dateien und wird von Shopify, Shopware und WordPress verarbeitet. Das Master archivieren Sie verlustfrei als TIFF oder PNG, damit spätere Ableitungen nicht aus einer bereits komprimierten Datei entstehen. In jedem Fall gilt sRGB als Farbraum.
Kann ich dieselben Produktbilder für Shop und Marktplatz verwenden?
Ja, wenn die Aufnahme mit Reserve um das Produkt fotografiert wurde. Aus einem Master entstehen dann die quadratische Shop-Version, das Amazon-Hauptbild mit dem verlangten Füllgrad und das Hochformat für Modemarktplätze. Sind die Bilder bereits randvoll beschnitten, fehlt für andere Verhältnisse das Material; dann hilft nur Neuaufnahme oder Montage des Hintergrunds.
Wie klein muss die Bilddatei sein, damit der Shop schnell lädt?
So klein, wie es die Qualität zulässt; eine feste Grenze gibt es nicht. Prüfen Sie die Web-Ableitung bei hoher JPG-Stufe oder als WebP und vergleichen Sie am Bildschirm mit dem Master; sichtbare Unterschiede sind selten. Große Originale gehören ins Archiv, nicht in den Shop, denn Ladezeit wirkt auf Ranking und Kaufabschluss.
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