Produktfotografie

Was kostet Produktfotografie? Fünf Faktoren bestimmen den Preis pro Bild

Von Max, Leitung KundenbetreuungVeröffentlicht Aktualisiert 6 Min. Lesezeit

Was Produktfotografie kostet, hängt an fünf Größen: der Zahl der Artikel, den Ansichten je Artikel, der Bearbeitungstiefe, den gelieferten Formaten und den Nutzungsrechten. Eine allgemeingültige Preisliste gibt es deshalb nicht. Ein belastbares Angebot nennt einen Preis pro Bild und beschreibt, was dafür geliefert wird. Genau so rechnen wir auch, und Sie erhalten es auf Anfrage.

Warum es keine allgemeine Preisliste gibt

Ein Packshot eines Kugelschreibers und ein Packshot eines Sofas sind zwei verschiedene Produktionen: Lichtbox gegen großes Set, ein Handgriff gegen Aufbau mit Stativen, einfacher Freisteller gegen Retusche von Nähten und Bezügen. Beide heißen Packshot. Deshalb sagt ein Preis je Bild ohne Beschreibung des Aufwands wenig aus, und deshalb fragen seriöse Studios zuerst nach Ware, Stückzahl und Zielkanal, bevor sie eine Zahl nennen.

Geige aus rotbraunem Holz mit Wirbelkasten und Saiten, liegend freigestellt vor dunkelblauem Grund

Was Sie von jedem Anbieter verlangen können, ist Transparenz über die Kostentreiber und ein Angebot, das den Lieferumfang je Artikel benennt. Damit werden Angebote vergleichbar, auch ohne Preisliste im Netz.

Fünf Faktoren, die die Kosten der Produktfotografie bestimmen

Zwei Faktoren wirken stärker als alle anderen: Serienlänge und Bearbeitungstiefe. Fünfzig Flaschen derselben Serie kosten je Bild weniger als fünf Einzelstücke aus fünf Warengruppen, weil Licht, Abstand und Ausschnitt einmal eingerichtet und dann wiederholt werden. Und ein Freisteller vor Weiß ist eine andere Bearbeitung als eine Uhr mit Spiegelungen, die aus mehreren Belichtungen montiert wird.

Wir bauen bei Serien das Set am ersten Artikel auf und lassen es stehen, bis die Gruppe durch ist. Deshalb kostet das Bild eines Artikels aus einer Serie weniger als dasselbe Bild eines Einzelstücks: Licht, Abstand und Ausschnitt fallen nur einmal an. Mischt eine Sendung mehrere Warengruppen, richten wir mehrfach ein. An dieser Stelle sieht ein Angebot teurer aus, als der Auftraggeber erwartet hat, deshalb steht sie im Angebot mit ihrem Grund.

Drei Flaschen Mundspüllösung in verschiedenen Größen mit Faltschachtel, Packshot vor Weiß

Preise ansehen

KostentreiberWas den Aufwand erhöhtWas ihn senktFrage an das Studio
ArtikelzahlEinzelstücke und Kleinserien: Jeder Artikel braucht eigenes Einrichten von Licht und AusschnittSerien gleichartiger Artikel im festen Setup; ein Testartikel, dann der DurchlaufGibt es eine Staffel nach Stückzahl, und ab welcher Menge greift sie?
Ansichten je ArtikelViele Perspektiven, Details, Maßbilder, Verpackung, 360°-FolgenEin Bildsatz, der genau die Pflichtansichten des Zielkanals abdecktWelche Ansichten sind im Preis pro Bild enthalten, welche kosten extra?
BearbeitungstiefeSpiegelnde und transparente Ware, Montage mehrerer Aufnahmen, Fokus-Stacking, Innenansichten am Hollowman, Retusche von GebrauchsspurenSaubere, vollständige Ware; Freisteller mit weichem Bodenschatten als StandardWas umfasst die Standardbearbeitung, was gilt als Zusatzretusche?
Formate und DatenpaketAbleitungen für mehrere Kanäle, Dateinamen nach Schema, ZuordnungslisteEin Zielkanal, ein Format, Standard-DateinamenSind Dateinamen, Formate je Marktplatz und Metadaten enthalten?
NutzungsrechteZeitlich und räumlich unbegrenzte Rechte, Weitergabe an Handelspartner, Werbung, ModelrechteRechte für den vereinbarten ZweckWelche Rechte sind enthalten, und gehen sie nach Zahlung vollständig über?
Ohne Beträge: Wie die Faktoren gewichtet werden, steht im jeweiligen Angebot mit Preis pro Bild.

Abrechnungsmodelle im Vergleich: je Stunde, je Bild, je Artikel

Wir rechnen pro Bild ab. Die meisten Händler wissen genau, welche Ansichten sie brauchen, und mit dem Preis pro Bild bleibt die Rechnung nachvollziehbar. Einen Paketpreis je Artikel gibt es bei uns nur in zwei Fällen: für KI-Szenen um das echte Produkt und für das komplette Amazon-Listing. Beides steht mit den Preisen für Freisteller und Hollowman auf der Seite Preise pro Bild; den genauen Preis für Ihre Menge nennt das Angebot.

ModellSo funktioniert esVorteilNachteil
StundensatzSie zahlen Studiozeit, unabhängig vom ErgebnisFlexibel bei offenen Aufgaben, Mood- und WerbemotivenNicht planbar je Artikel; aufwendige Ware kostet Sie mehr, ohne dass Sie es vorher wissen
Preis je BildJedes fertige Bild kostet einen festen Betrag; Freistellung und Bearbeitung sind darin enthalten oder als Position ausgewiesenNachvollziehbar: Sie zahlen die Ansichten, die Sie brauchen, und eine zusätzliche Ansicht kommt als Bild dazuVergleichbar nur, wenn feststeht, was der Bildpreis umfasst; Formate und Rechte rechnen manche Anbieter extra
Preis je ArtikelEin fester Betrag für einen vorab definierten Bildsatz je ArtikelPlanbar, wenn jeder Artikel genau denselben Bildsatz braucht, etwa ein komplettes ListingSie zahlen Ansichten mit, die Sie nicht brauchen; Ansichten und Kanal müssen vorher feststehen
Vergleich nach Kriterien, ohne Beträge.

Was im Angebot stehen sollte, damit nichts nachkommt

  • Testartikel: Wird vor der Serie ein Muster fotografiert und freigegeben, und ist das im Preis enthalten?
  • Korrekturen: Wie viele Korrekturrunden sind inklusive, und was gilt als Korrektur, was als neue Anforderung?
  • Rückversand und Lagerung: Wer trägt den Rückversand, wie lange bleibt die Ware im Studio?
  • Datenlieferung: Download, Zuordnungsliste, Ableitungen je Kanal, Archivierung der Rohdaten
  • Nutzungsrechte: Umfang, Dauer, Weitergabe an Partner, Nennung des Studios
  • Termin: Was kostet ein kürzerer Termin, und ab wann gilt er als Express?
  • Zusatzleistungen: Mood-Bild, Hollowman, 360°-Ansicht, KI-Szene als eigene Position

Günstig oder teuer: was den Unterschied erklärt

Günstig wird Produktfotografie durch Wiederholung, nicht durch Weglassen. Serien im festen Setup, vorbereitete Ware, ein klares Briefing und ein einziger Durchlauf für alle Kanäle senken den Preis pro Bild. Jede Rückfrage, jede Nachlieferung und jeder zweite Versand erhöhen ihn. Wer Angebote vergleicht, sollte deshalb den Lieferumfang je Artikel nebeneinanderlegen, nicht die niedrigste Zahl.

Blaue Wollsocke mit Norwegermuster und Punkten, freigestellt vor dunkelblauem Grund

Die teuerste Position in einem Auftrag ist selten die Aufnahme. Teuer wird der zweite Versand: Ware kommt unvollständig an, eine Variante fehlt, ein Deckel liegt nicht bei, und dann läuft ein Paket ein zweites Mal durch Studio und Logistik. Wir klären deshalb vor dem Versand, welche Artikelnummer zu welchem Stück gehört und ob alle Varianten dabei sind; das spart im Zweifel einen ganzen Durchlauf. Wie ein Auftrag abläuft, steht auf der Seite Ablauf eines Auftrags.

Teuer wird es an anderer Stelle: Bilder, die der Marktplatz ablehnt, müssen neu produziert werden. Bilder, die das Produkt schöner zeigen, als es ist, kommen als Retoure zurück. Bilder ohne geklärte Nutzungsrechte werden zum Rechtsrisiko. Diese Kosten stehen in keinem Angebot, entscheiden aber über den Gesamtaufwand.

So fragen Sie an, damit Angebote vergleichbar werden

Hinterbau eines silbernen Fahrrads mit Kettenblatt, Sattel und Speichenrad, Ausschnitt vor Weiß

Aus einer Anfrage wird am schnellsten ein belastbares Angebot, wenn sie drei Dinge nennt: was es ist, wie viele Stück, wohin es soll. Wir klären unklare Ware lieber mit einer Rückfrage, als eine Spanne zu nennen, denn eine Spanne wird am Ende immer als der niedrigere Wert gelesen. Ein Handyfoto der Ware genügt uns für die Einschätzung von Größe und Oberfläche.

Warengruppe, Stückzahl, Zielkanal und Bearbeitung vorab benennen, dann den Lieferumfang je Artikel nebeneinanderlegen, nicht die niedrigste Zahl. Spiegelnde Ware wie dieser Edelstahlfilter gehört zu den Angaben, die den Aufwand bestimmen. Was eine Standardaufnahme abdeckt, beschreibt die Leistungsseite Packshot-Fotografie vor Weiß; welche Ansichten ein Marktplatz-Bildpaket enthält, der Beitrag Marktplatz-Bildpaket je Artikel.

Duschfilter aus Edelstahl vor seiner Faltschachtel, Packshot vor Weiß
  1. Schritt 1: Warengruppe und Stückzahl nennen

    Was soll fotografiert werden, wie viele Artikel, wie viele Varianten je Artikel. Ein Handyfoto der Ware hilft bei der Einschätzung von Größe und Oberfläche.

  2. Schritt 2: Zielkanal und Ansichten festlegen

    Marktplatz oder Shop, gewünschte Ansichten je Artikel oder ein Listing als Vorbild. Daraus folgen Hintergrund, Seitenverhältnis und Bildzahl.

  3. Schritt 3: Bearbeitung und Daten beschreiben

    Freisteller, Schatten, Retuschewünsche, Dateinamen, Formate je Kanal, Metadaten. Je genauer die Angaben, desto weniger Positionen bleiben im Angebot offen.

  4. Schritt 4: Angebot mit Preis pro Bild lesen

    Prüfen Sie Lieferumfang, Testartikel, Korrekturen, Rückversand, Rechte und Termin; erst dann vergleichen Sie den Preis pro Bild.

Der Preis steht im Angebot, nicht im Ratgeber

Stückzahl, Warenart und Marktplatz genügen für ein Angebot mit dem Preis pro Bild.

Anfrage senden

Kurz gefasst

Produktfotografie kostet je nach Artikelzahl, Ansichten, Bearbeitung, Formaten und Rechten; eine allgemeine Preisliste gibt es nicht. Serienlänge und Bearbeitungstiefe wirken am stärksten auf den Preis pro Bild. Vergleichbar werden Angebote über den Lieferumfang je Artikel, nicht über die niedrigste Zahl. Testartikel, Korrekturen, Rückversand, Daten und Rechte gehören ins Angebot. Den Preis pro Bild für Ihren Bildsatz erhalten Sie auf Anfrage.

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Antworten auf die Fragen, die Händler und Hersteller uns am häufigsten stellen.

  • Was kosten Produktfotos?

    Das hängt von Artikelzahl, Ansichten, Bearbeitung, Formaten und Rechten ab; eine feste Liste gibt es deshalb nicht. Serien gleichartiger Artikel im festen Setup kosten je Bild weniger als Einzelstücke, aufwendige Bearbeitung mehr als ein einfacher Freisteller. Ein Preis pro Bild mit beschriebenem Lieferumfang macht Angebote vergleichbar; Sie erhalten ihn auf Anfrage.

  • Was kostet ein Packshot?

    Ein Packshot ist ein Freisteller vor Weiß, sein Preis hängt aber von Größe, Oberfläche und Bearbeitung der Ware ab: Kleinteil in der Lichtbox, spiegelnde Flasche oder sperriges Möbel sind drei verschiedene Produktionen. Fragen Sie nach dem Preis pro Bild für Ihren Bildsatz und danach, was er umfasst.

  • Wie werden Produktfotos abgerechnet: je Bild, je Stunde oder je Artikel?

    Alle drei Modelle kommen vor: Der Stundensatz passt zu offenen Aufgaben wie Mood-Motiven, ein Preis je Artikel zu einem festen Bildsatz, der Preis pro Bild zu Serien mit klar benannten Ansichten. Im Studio rechnen wir pro Bild ab, vor Ort nach Stunden; einen Paketpreis je Artikel gibt es bei uns nur für KI-Szenen und das komplette Amazon-Listing. Entscheidend ist, dass im Angebot steht, was jedes Bild umfasst.

  • Wovon hängt der Preis pro Bild ab?

    Von der Zahl der Ansichten, der Größe und Handhabung der Ware, der Bearbeitungstiefe, der Serienlänge und den gelieferten Formaten. Gleichartige Artikel im gleichen Setup senken den Aufwand je Bild; Zusatzleistungen wie Hollowman, 360°-Ansicht oder KI-Szene kommen als eigene Position dazu. Das Angebot legt diese Faktoren offen.

  • Wie bekomme ich Produktfotos günstig?

    Durch Vorbereitung und Bündelung: Ware sauber und vollständig einsenden, Varianten kennzeichnen, Ansichten und Zielkanal vorab festlegen und alle Artikel einer Warengruppe in einem Auftrag fotografieren lassen. Jede Rückfrage, Nachlieferung und zweite Sendung kostet mehr als das Bild selbst. Zu billig wird teuer, wenn der Marktplatz das Bild ablehnt.

  • Was kostet 360-Grad-Fotografie?

    Eine 360°-Ansicht ist eine Bildfolge vom Drehteller und steht im Angebot als eigene Position neben den Einzelbildern. Der Aufwand hängt von der Zahl der Einzelbilder, der Freistellung jeder Aufnahme und der Größe der Ware ab. Sie lohnt sich für erklärungsbedürftige oder hochpreisige Artikel; den Preis nennen wir im Angebot.

  • Was kosten Produktfotos für Amazon?

    Amazon verlangt ein Hauptbild vor Reinweiß, auf dem das Produkt mindestens 85 % der Bildfläche füllt, dazu Zusatzbilder (Amazon-Hilfe, Stand September 2026). Die Anforderungen selbst treiben den Preis kaum, wohl aber die Zahl der Ansichten und die Prüfung gegen die Regeln. Wer den Bildsatz einmal regelkonform produzieren lässt, spart die Ablehnung und die zweite Produktion.

  • Sind Nutzungsrechte im Preis enthalten?

    Das muss im Angebot stehen; klären Sie Umfang, Dauer und Weitergabe vor dem Auftrag. Bei uns erhalten Sie nach Zahlungseingang zeitlich unbefristete und uneingeschränkte Nutzungsrechte, wie auf der Seite Ablauf eines Auftrags beschrieben. Ausnahme sind Aufnahmen mit echten Models: Diese Lizenz wird mit der jeweiligen Model-Agentur vereinbart.

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