Modefotografie

Zalando-Bildvorgaben: Packshot, Model oder unsichtbare Puppe?

Von Max, Leitung KundenbetreuungVeröffentlicht Aktualisiert 6 Min. Lesezeit

Die Zalando-Bildvorgaben verlangen für Bekleidung, Schuhe und Schmuck mindestens drei konforme Bilder je Artikel: einen Packshot vor reinem Weiß als Katalogansicht plus zwei weitere Ansichten, alle im Hochformat 1:1,44 mit mindestens 762 × 1.100 Pixeln als JPG.

Modelansichten müssen mit echten Menschen fotografiert sein; die unsichtbare Puppe (Hollowman) ist als Packshot zulässig, solange sie im Bild nicht zu sehen ist (Zalando Partner University, Bildrichtlinien, Stand 31.08.2026).

Drei Bildtypen und eine Katalogansicht

Zalando unterscheidet Packshots, Modelansichten und die Katalogansicht. Der Packshot zeigt den Artikel ohne Person vor Weiß, als Flatlay oder auf unsichtbarer Puppe. Die Modelansicht zeigt den Artikel an einer echten Person vor hellgrauem Hintergrund. Die Katalogansicht ist das eine Bild, das in Listen und Suchergebnissen erscheint: für Bekleidung der primäre Packshot oder ein Front Crop, für Schuhe, Taschen und Schmuck ausschließlich der primäre Packshot.

Blaues Herrensakko mit beigem Innenfutter als Hollowman-Aufnahme, freigestellt vor Weiß

Konform heißt: Format, Größe, Hintergrund und Ausrichtung stimmen, der Artikel ist vollständig zu sehen, und kein Bild wiederholt ein anderes. Bloßes Duplizieren, um auf drei Bilder zu kommen, führt laut Bildrichtlinie zur Ablehnung des Artikels.

Zalando-Bildvorgaben je Ansicht: Hintergrund, Zählung, Format

AnsichtHintergrundZählt alsVorgaben
Primärer PackshotWeiß, RGB 255, 255, 255 (#FFFFFF), PflichtKatalogansicht in allen WarengruppenArtikel vollständig, zentriert, Hochformat, kein Beschnitt
Weitere Packshots (Rückseite, Seite, Detail)WeißKonformes BildGleiche Größe und Ausrichtung wie der primäre Packshot
Front Crop (Modelansicht von vorn)Hellgrau, R241 G241 B241 (#F1F1F1) als Best Practice, Farben aus der Zalando-Palette möglichKatalogansicht nur bei BekleidungEchte Person, Artikel vollständig erkennbar, Model trägt Schuhe
Weitere ModelansichtenHellgrau oder PaletteKonformes BildLeichter Beschnitt erlaubt, solange der Artikel erkennbar bleibt
FlatlayWeißPackshotNur als Packshot zulässig, nicht als Modelansicht
Unsichtbare Puppe (Hollowman)WeißPackshotZulässig, wenn die Puppe nicht sichtbar ist; Innenansicht sauber montiert
Sohle und Detailansichten (Schuhe)WeißZusätzliche AnsichtNur als zusätzliche Ansicht erlaubt; zählt laut Shoes Image Guide nicht zu den geforderten Bildern
Quelle: Zalando Partner University, „Zalando image guidelines“ (Stand 31.08.2026), Apparel Image Guide (Stand 03.03.2025), Shoes Image Guide (Stand 04.07.2025); Abruf 20.09.2026.

Technische Vorgaben für jede Datei

  • Seitenverhältnis 1:1,44 im Hochformat; Best Practice 1.801 × 2.600 Pixel, Mindestgröße 762 × 1.100 Pixel, für Designer-Marken 1.800 × 2.600 Pixel.
  • Dateiformat JPG oder JPEG, höchstens 20 MB je Datei.
  • Packshot-Hintergrund zwingend #FFFFFF; Modelansichten als Best Practice #F1F1F1 oder eine Farbe aus der Zalando-Palette.
  • Keine Beschriftungen, Logos oder Wasserzeichen im Bild; hohe Auflösung ohne Artefakte.
  • Linker Schuh zeigt nach links; Schnürsenkel gebunden, als würde der Schuh getragen.

Das Format ist der Punkt, an dem vorhandene Bilder fast immer scheitern, wenn sie für Zalando nachgenutzt werden sollen: Die Dateien sind quadratisch aus der Lichtbox gekommen, und für 1:1,44 muss oben und unten etwas weg. Im Quadrat ist aber kein Rand mehr übrig, also wird der Artikel angeschnitten. Genau das ist beim primären Packshot ein Ablehnungsgrund. Wir fotografieren Zalando-Ware deshalb von Anfang an im Hochformat mit Luft über und unter dem Artikel.

Packshots vor reinem Weiß, Modelansichten vor Hellgrau, alles im Hochformat als JPG ohne Beschriftung, Logos oder Wasserzeichen.

Olivgrünes Sommerkleid mit langen Ärmeln und Taillenraffung als Hollowman-Aufnahme vor Weiß

Hollowman fotografieren lassen

Packshot, Model oder unsichtbare Puppe: Was passt zu welcher Ware?

Für Oberteile, Kleider, Hosen und Jacken ist die unsichtbare Puppe der Standard-Packshot: Das Kleidungsstück behält Volumen und Form, ohne dass eine Person oder eine sichtbare Puppe ablenkt; Kragen, Innenseiten und Rückseite werden aus einer zweiten Aufnahme eingesetzt. Wie diese Montage entsteht, erklärt die Seite Hollowman-Fotografie im Studio.

Schwarzes Spitzenkleid als Hollowman nach der Montage, Puppe entfernt, Innenkragen sichtbar

Flache Ware wie T-Shirts in Serie, Tücher, Wäsche oder Socken lässt sich als liegende Legeware aufnehmen: gefaltet oder ausgebreitet auf Weiß, mit festem Raster für einheitliche Proportionen. Modelansichten ergänzen den Packshot, wo Passform und Fall entscheiden, etwa bei Kleidern, Mänteln und Premium-Ware; Zalando akzeptiert sie nur mit echten Personen.

Herren-Outfit aus Chinohose, kariertem Hemd, Gürtel, Mütze und Stiefeln, als Legeware-Montage vor Weiß

Welche Kombination Zalando in Ihrer Warengruppe als konform zählt, steht im jeweiligen Image Guide. Eine sichere Grundausstattung für Bekleidung sind Packshot vorn, Packshot hinten und eine Detail- oder Modelansicht; für Schuhe der primäre Packshot plus Seiten- und Draufsicht; Sohle und Details nur als zusätzliche Ansichten.

Checkliste je Warengruppe

Die Bildrichtlinie nennt je Warengruppe eine eigene Zahl konformer Bilder. Prüfen Sie vor dem Upload die Punkte Ihrer Gruppe:

WarengruppeKonforme Bilder je Artikel
BekleidungDrei
Schuhe, Taschen, SchmuckDrei
Socken und StrumpfhosenZwei
Beauty, Spielzeug, ElektronikEines
Quelle: Zalando Partner University, Bildrichtlinie (Stand 31.08.2026), Abruf 20.09.2026; Duplikate zählen nicht.

Bekleidung, Kids, Dessous, Sport

  • Katalogansicht: primärer Packshot vorn oder Front Crop am Model, vor Weiß beziehungsweise Hellgrau.
  • Zwei weitere konforme Bilder, zum Beispiel Rückseite und Detail; keine Duplikate.
  • Unsichtbare Puppe ohne sichtbare Reste, Innenansicht am Kragen montiert.
  • Transparente Oberteile mit passender Wäsche darunter, wie im Apparel-Guide beschrieben.
  • Größen im Modelbild passend zum Artikel; Modelle tragen Schuhe.

Schuhe

  • Primärer Packshot als Katalogansicht; ein Front Crop zählt hier nicht.
  • Linker Schuh zeigt nach links, Paar oder Einzelschuh je Perspektive, Schnürsenkel gebunden.
  • Seiten- und Draufsicht als weitere konforme Bilder; Sohle und Detailansichten nur zusätzlich, sie zählen nicht mit.
  • Staub und Klebereste entfernt, hohe Auflösung ohne Artefakte.

Taschen, Schmuck, Accessoires

  • Primärer Packshot vor Weiß als Katalogansicht, Artikel vollständig und zentriert.
  • Zwei weitere Ansichten, zum Beispiel Innenleben der Tasche oder Verschluss beim Schmuck.
  • Bei Schmuck Schärfe über das ganze Stück, bei Bedarf per Fokus-Stacking.
  • Socken und Strumpfhosen: zwei konforme Bilder reichen laut Bildrichtlinie.

Weshalb Zalando Bilder zurückgibt

Typische Ablehnungsgründe nach Bildrichtlinie und Image Guides:

  • Duplikate: dasselbe Bild zweimal, um auf drei konforme Bilder zu kommen.
  • Falsches Format: Querformat oder ein anderes Seitenverhältnis als 1:1,44.
  • Hintergrund nicht reinweiß im Packshot, etwa ein Grauschleier aus der Lichtbox.
  • Beschnittener primärer Packshot; nur Modelansichten dürfen leicht beschnitten sein.
  • Front Crop als Katalogansicht bei Schuhen, Taschen oder Schmuck.
  • Sichtbare Puppe, Bügel oder Klammern im Packshot.
  • Lose Schnürsenkel, rechter statt linker Schuh, Staub auf dunkler Ware.
  • KI-Artefakte: unnatürliche Texturen, verformte Logos, asymmetrische Details, unstimmige Beleuchtung.
Schwarzes Spitzenkleid auf weißer Schaufensterpuppe mit sichtbarem Hals und Armen, Aufnahme vor der Montage
Sichtbare Puppe vor dunklem Grund: so als Packshot nicht zulässig

Reinweiß ist der zweite Stolperstein. Aus einer Lichtbox kommt fast immer ein leichter Grauschleier, weil der Hintergrund kein eigenes Licht bekommt; am Monitor sieht das weiß aus, im Messwert liegt es darunter. Wir messen den Hintergrund deshalb an mehreren Stellen und leuchten ihn getrennt aus, statt ihn in der Bearbeitung flächig auf Weiß zu ziehen. Flächig aufgehellt verliert der Artikel seine Kante, und dann fällt das Bild aus einem anderen Grund durch.

Wir prüfen bei Schuhen vor der Aufnahme Schnürung und Richtung: Der linke Schuh zeigt nach links, die Bänder sind gebunden, als würde der Schuh getragen. Das klingt nach Kleinigkeit und ist doch ein häufiger Ablehnungsgrund, weil es niemand nachträglich am Bildschirm korrigieren kann. Welche Aufnahmeart zu welcher Ware passt, vergleicht der Beitrag Hollowman, Legeware oder Model.

Die meisten Ablehnungen sind formal: Format, Hintergrund, Beschnitt, Duplikate, sichtbare Puppe oder lose Schnürsenkel lassen sich vor dem Upload prüfen.

Schwarz-weiße College-Jacke mit Buchstabenpatch als Hollowman-Aufnahme vor Weiß

KI-Bilder bei Zalando: Kennzeichnung und Grenzen

Modelansichten müssen bei Zalando mit echten Menschen fotografiert sein. Für KI-Inhalte gilt nach Lesart der Bildrichtlinie: Seit August 2026 sind sichtbare KI-Kennzeichnungen im Bild nicht erlaubt, und Zalando empfiehlt dringend, bis Dezember 2026 identifizierende Angaben in den Metadaten oder als unsichtbares Wasserzeichen einzubetten. Hintergrund ist Artikel 50 der KI-Verordnung, der seit dem 2. August 2026 Transparenzpflichten für synthetische Inhalte vorsieht.

Für die Praxis heißt das: Der Artikel selbst bleibt eine echte Aufnahme, KI-Szenen kommen höchstens als Zusatzbilder mit eingebetteter Kennzeichnung in Frage. Wie wir Herkunft und Bearbeitung im Bild dokumentieren, steht auf der Seite Datenpaket zum Produktbild; die Grenzen von KI-Szenen erklärt die Seite KI-generierte Produktbilder.

Zalando-fertige Bildsätze aus dem Studio

Wir fotografieren Bekleidung, Schuhe und Accessoires nach den Zalando-Vorgaben: Packshots vor reinem Weiß im Format 1:1,44, unsichtbare Puppe mit sauberer Innenansicht, Legeware im festen Raster, auf Wunsch Detailansichten und Farbabgleich am Muster. Abgerechnet wird zum Preis pro Bild, geliefert wird mit Dateinamen nach Ihrem Schema.

Nennen Sie Warengruppe und Stückzahl, wir schlagen die Ansichten je Artikel vor.

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Kurz gefasst

Zalando verlangt je Artikel drei konforme Bilder im Hochformat 1:1,44, mindestens 762 × 1.100 Pixel als JPG. Der primäre Packshot vor reinem Weiß ist die Katalogansicht; Modelansichten stehen vor Hellgrau und brauchen echte Personen. Die unsichtbare Puppe ist als Packshot zulässig, Flatlay ebenso; Duplikate führen zur Ablehnung. Für KI-Inhalte empfiehlt Zalando bis Dezember 2026 eine eingebettete Kennzeichnung; sichtbare Labels im Bild sind nicht erlaubt. Die sichere Grundausstattung: Packshot vorn, Packshot hinten, Detail- oder Modelansicht.

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Antworten auf die Fragen, die Händler und Hersteller uns am häufigsten stellen.

  • Welche Bildgröße verlangt Zalando für Produktbilder?

    Mindestens 762 × 1.100 Pixel im Hochformat 1:1,44, als Best Practice 1.801 × 2.600 Pixel; Designer-Marken liefern mindestens 1.800 × 2.600 Pixel (Zalando Partner University, Stand 31.08.2026). Dateien kommen als JPG mit höchstens 20 MB. Wer größer fotografiert, kann daraus jede geforderte Größe ableiten, ohne neu aufzunehmen.

  • Brauchen Zalando-Packshots einen weißen Hintergrund?

    Ja, der primäre Packshot als Katalogansicht braucht zwingend reines Weiß mit dem Farbwert R255 G255 B255 (#FFFFFF). Modelansichten stehen dagegen vor Hellgrau, als Best Practice #F1F1F1, oder vor einer Farbe aus der Zalando-Palette. Ein Grauschleier aus der Lichtbox gilt nicht als Weiß und führt zur Ablehnung.

  • Akzeptiert Zalando Hollowman-Bilder?

    Ja, die unsichtbare Puppe ist als Packshot zulässig, solange die Puppe im fertigen Bild nicht zu sehen ist. Das Kleidungsstück behält so Form und Volumen, Kragen und Innenseiten werden aus einer zweiten Aufnahme montiert. Als Modelansicht zählt eine Puppe nicht; dafür verlangt Zalando eine echte Person.

  • Muss ich für Zalando Modelfotos liefern?

    Nicht in jedem Fall: Für Bekleidung genügt nach Lesart der Bildrichtlinie ein konformer primärer Packshot als Katalogansicht plus zwei weitere konforme Bilder, für Schuhe, Taschen und Schmuck ohnehin der Packshot. Modelansichten sind dort sinnvoll, wo Passform und Fall entscheiden; sie müssen mit echten Menschen fotografiert sein.

  • Wie viele Bilder braucht ein Artikel bei Zalando?

    Drei konforme Bilder für Bekleidung, Schuhe, Taschen und Schmuck, zwei für Socken und Strumpfhosen, eines für Beauty, Spielzeug und Elektronik (Bildrichtlinie, Stand 31.08.2026). Duplikate zählen nicht und führen zur Ablehnung. Zusätzliche Ansichten wie Sohle oder Innenleben sind erlaubt, werden aber nicht mitgezählt.

  • Darf ich KI-generierte Bilder bei Zalando hochladen?

    Nur eingeschränkt: Modelansichten müssen mit echten Personen entstehen, sichtbare KI-Kennzeichen im Bild sind nicht erlaubt, und Zalando empfiehlt dringend, bis Dezember 2026 identifizierende Angaben in Metadaten oder als unsichtbares Wasserzeichen einzubetten. Bilder mit KI-Artefakten wie verformten Logos oder unstimmiger Beleuchtung lehnt Zalando ab. Der sichere Weg bleibt die echte Aufnahme.

  • Warum lehnt Zalando Bilder ab, obwohl sie gut aussehen?

    Häufig wegen formaler Punkte: falsches Seitenverhältnis, Querformat, nicht reinweißer Hintergrund, beschnittener Packshot, Duplikate oder ein Front Crop als Katalogansicht bei Schuhen. Auch lose Schnürsenkel oder ein nach rechts zeigender Schuh reichen. Prüfen Sie Format, Hintergrundwert und Ausrichtung vor dem Upload mit einer Stichprobe je Warengruppe.

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